Zwei Wohnhäuser müssen weichen
Bild: Bornhorst
Platz für das erweiterte Feuerwehrhaus: Die Einfamilienhäuser am Südring 9 und 11 werden abgerissen, damit das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel gemäß des Brandschutzbedarfsplans wachsen kann.
Bild: Bornhorst

„Wenn man neue Häuser bauen will, müssen alte eben weichen“, sagt Heitmann, der bereits vor 30 Jahren seinem Elternhaus verließ. Auch Heitmanns Eltern, die bis Ende des vergangenen Jahres in dem Haus am Südring 9 lebten, hätten sich frühzeitig mit dem Umzug arrangiert.

 Bis Mitte kommender Woche soll der Abriss der Einfamilienhäuser am Südring 9 und 11 abgeschlossen sein. Auf den beiden Grundstücken, die die Stadt Harsewinkel im Jahr 2012 gekauft hat, entsteht das erweiterte Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel. Derzeit sind die Rettungskräfte auf dem Nachbargrundstück am Südring 13 stationiert. Aufgrund des Brandschutzbedarfsplans müsse das Gerätehaus erweitert werden, sagt Annette Vaut, Architektin der Stadt Harsewinkel.

„Im ersten Bauabschnitt soll eine neue Fahrzeughalle mit Nebenräumen errichtet werden“, informiert Heitmann. Acht Fahrzeug-Stellplätze soll die neue Halle erhalten. Die Einfahrten zu den aktuellen Stellplätzen seien zu schmal und zu klein, so Vaut. Das alte Gebäude stammt ebenso wie die beiden Einfamilienhäuser daneben noch aus den Jahren 1954/1955. „Seitdem sind die Feuerwehr-Fahrzeuge größer geworden und viel besser ausgestattet“, sagt die Architektin. Deshalb sei eine Vergrößerung der der Fahrzeughalle unumgänglich. In einem zweiten Bauabschnitt sollen auch die Besprechungsräume, Umkleiden und Sanitäranlagen modernisiert werden.

Der aktuelle Standort des Feuerwehrhauses sei aufgrund der direkten Anbindung an die B 513 optimal, erklärt Vaut. Von dort aus seien die Harsewinkeler Feuerwehrkameraden in maximal acht Minuten am Einsatzort. Voraussichtlich noch bis zum Ende dieses Jahres soll der Rat der Stadt Harsewinkel über ein Gesamtkonzept abstimmen, in dem beide Bauabschnitte geplant werden. Darin werde geklärt, ob ein kompletter Neubau oder ein Umbau des derzeitigen Feuerwehrhauses erfolge, sagt Heitmann.

Offen ist auch noch, ob der Turm, „ein Relikt aus alten Zeiten“ (Heitmann) erhalten bleibt. Zum Schläuchetrocknen wird er nicht mehr benötigt. „Im günstigsten Fall können die Bauarbeiten in der Mitte des kommenden Jahres beginnen.“ Die Rettungskräfte müssen dabei zu jederzeit einsatzbereit bleiben, erläutert Vaut. Derzeit hat die Feuerwehr rund 60 Kameraden sowie 30 Jugendfeuerwehrleute.

SOCIAL BOOKMARKS