20 Jahre Partnerschaft gefeiert
Die Delegation aus Steenwijkerland überreicht ein Bild zum Jubiläum: (v .l.) Bürgermeister Jürgen Lohmann, der Stiftungsvorsitzende Bauke de Groot Boersma, Bürgermeisterin Marja van der Tas und Wilhelm Towara als Vorsitzender des Vereins Städtepartnerschaften und Freundschaften.

„Wenn wir in Europa weiter kommen wollen, ist es das, was wir brauchen“, sagte Bauke de Groot Boersma. Der Vorsitzende der niederländischen Stiftung Städtepartnerschaft ging noch weiter: „Wenn man in Steenwijkerland jung ist, sollte man das Gefühl haben: Ich muss mal nach Herzebrock-Clarholz fahren.“

Bauke de Groot Boersma gesellte sich zu den Rednern, die Rückblick und Ausblick in den Ansprachen verwoben. Die Gemeinde hatte anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft zum Festakt ins Schulzentrum geladen. Wilhelm Towara als Vorsitzender des Vereins Städtepartnerschaften begrüßte die Gäste, darunter die Delegation mit 41 Niederländern aus Steenwijkerkand mit Bürgermeisterin Marja van der Tas an der Spitze.

Mit dabei waren auch die Beigeordneten Wim Bruns und Dieke Frantzen-Doeve, Netty Alide van den Nieuwboer-Langenkamp, Bürgermeister Jürgen Lohmann, Dr. Christine Disselkamp als stellvertretende Landrätin sowie Altbürgermeister Gottfried Pavenstädt (alle CDU) und weitere Vertreter der „ersten Stunden“ der Verschwisterung. Charmant führte Monique Boer zweisprachig durchs Programm.

„Als 1994 die Verschwisterungsurkunde in Herzebrock-Clarholz unterzeichnet wurde, war der Blechbläserkreis St. Michael unter Leitung von Herman Munkelt ebenfalls dabei“, freute sie sich über die erneute Unterstützung. Und auch der Chor der Bolandschule, Samstagabend unter der Regie von Indra Berg, habe über viele Jahre eine besondere Beziehung zum Chor der Schule Het Kompas gepflegt.

„Von Anfang an standen die Begegnungen der Menschen im Mittelpunkt“, so Bürgermeister Jürgen Lohmann. Er betonte, dass man „nie so viel voneinander erfahren hätte“, wären er und seine Amtskollegin sich nur bei offiziellen Veranstaltungen begegnet. Die 2003 auf niederländischer Seite gegründete Stichting Jumgelage habe Vorbildcharakter für Herzebrock-Clarholz gehabt, das 2007 einen entsprechenden Verein gründete. Die Frage, ob eine Städtepartnerschaft Zukunft habe, beantwortete Marja van der Tas mit Ja.

„Die Welt wird mit den sozialen Medien zwar immer kleiner“, so die Bürgermeisterin. Aber diese ersetzen eben nicht die persönlichen Begegnungen, die eine wirkliche Freundschaft erst ermöglichten. In diesem Sinne ging die Gesellschaft zum gemütlichen Teil über.

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