22 heimische Sänger beim Pop-Oratorium
Bild: Baum
22 Sänger aus Herzebrock-Clarholz und Harsewinkel wirkten beim Oratorium mit. Davon trafen (v. l.) Erwin Koch, Doris Eckert, Manfred Kießling, Maria Baum, Petra Jagiella, Maria Krüger, Lotta Bollmann und Dreby Bollmann auf den Komponisten (rechts) Dieter Falk.
Bild: Baum

„Luther – das Projekt der tausend Stimmen“ des Komponisten Dieter Falk und des Librettisten Michael Kunze wurde in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Stiftung Creative Kirche aus Witten realisiert. Sie brachten ebenfalls mit Dieter Falk und Michael Kunze vor einigen Jahren bereits „Die zehn Gebote“ auf die Bühne. Anfang des Jahres riefen die Veranstalter Gospel-, Kirchen- und Jugendchöre sowie Einzelsänger auf, an dem großen Musikprojekt teilzunehmen. „Singen führt die Menschen zusammen und öffnet den Singenden ebenso wie den Zuhörern das Herz“, so die Veranstalter.

Angeführt von Chorleiterin Chantal Spenke und Chorleiter des Rainbow-Gospelchors Herzebrock, Sebastian Wewer, hatte sich eine motivierte Gruppe im Alter zwischen 15 und 69 Jahren aus Herzebrock-Clarholz und Harsewinkel gebildet, um an dem Musikprojekt mitzuwirken. Geprobt wurde abwechselnd in den evangelischen Gemeindehäusern.

Eine erste Probe mit den anderen Sängern aus ganz Deutschland fand im April in Dortmund statt. Darauf folgte die Hauptprobe in Essen gemeinsam mit den Solisten. Einen Tag vor der Uraufführung gab es noch eine Generalprobe in der Westfalenhalle. „Ich möchte in diesem Pop-Oratorium die Figur Luther lebendig werden lassen und die Themen, die Luther aufgegriffen hat, in die heutige Zeit bringen“, erklärte Michael Kunze. Das Pop-Oratorium umfasst 20 Titel. Sie berichten von Luthers Leben über sein Ringen um die biblische Wahrheit bis zu seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche.

Der Chor mit 3023 Sängern aller Konfessionen – der jüngste 7 Jahre und die älteste 84 – brachte eine enorme Stimmgewalt in die Dortmunder Westfalenhalle. Die Zuschauer waren sofort mitgerissen. „Luther war mitunter auch ein Dickkopf. Den kann ich nicht mit weichgespülten Balladen unterlegen. Ein Sturkopf braucht auch eine Rockband, die Gas gibt. Wir haben ein großes Orchester, bei dem das tiefe Blech richtig reinhaut und die Posaunen, die Tuba und die Trompeten auch mal funky spielen“, sagte Dieter Falk.

Minutenlange Ovation hatten sich die Sänger und Künstler nach der zweistündigen Aufführung mehr als verdient. „Das war einfach Lutherhaft“, so das Fazit von Sänger Johannes Wittop aus Herzebrock.

Am Samstag, 5. November, geben die heimischen Sänger noch einmal eine Auswahl von Stücken aus dem Musical in der Christuskirche in Marienfeld zum besten. Die Veranstaltung beginnt dort um 19 Uhr. Im Jahr 2017, wenn 500 Jahre Reformation gefeiert wird, geht das Pop-Oratorium in ganz Deutschland auf Tournee. Es werden Sänger gesucht, die an so einer Musikveranstaltung teilnehmen möchten. Termine und Informationen zur Anmeldung gibt es im Internet (www.luther-oratorium.de). Am 11. März 2017 wird das Pop-Oratorium im Gerry-Weber-Stadion in Halle aufgeführt.

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