23 Motivwagen bis Samstag im Ort zusehen
Bild: Steinecke
Ob es am 50-jährigen Bestehen der Wilbrandschule lag? Die Grundschule war auf jeden Fall beim Erntedankumzug  außergewöhnlich zahlreich vertreten. Dieser Junge vollführte am Sonntag sogar Luftsprünge.
Bild: Steinecke

Vom frischen Herbstwind hat Norbert Gertheinrich wenig gespürt. Und wenn, dann nur auf einer Körperseite. „Ich stand an der Dorfschmiede am Feuer. Da war es warm“, beschwört er lachend auch einen Tag nach dem Erntedankumzug, noch leichten Neid bei denen herauf, die nach dem mehr als zweistündigen Umzug durchgefroren das Zelt stürmten. Gemeinsam mit Franz-Josef Tegelkamp hat er am Montagmorgen die Platzverteilung der Motivwagen im Dorf übernommen.

23 Stück wurden an prägnanten Stellen platziert und sind bis zum kommenden Samstag dort noch zu sehen. „Position 36 geht zu Hakenkamp“, lautete eine Anweisung, der die rund 50 Wagenbauer aufmerksam lauschten. „Wir freuen uns heute auf einen gemütlichen, entspannten Tag“, sagte Tegelkamp. Denn auch, wenn es Sonntag der inzwischen 68. Umzug gewesen ist: „Die Nervosität bleibt“, sagte Josef Winkelmann. Er übernimmt seit Jahren gemeinsam mit Walter Jasper und Josef Stratmann die Positionierung der Teilnehmer auf dem Marktplatz zum Start. „Und ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon mal so viele Mädchen und Jungen der Wilbrandschule dabei hatten.“ Das mag am 50-jährigen Bestehen der Schule gelegen haben, vermutete sich auch Tegelkamp.

Vorsitzender zieht positives Fazit

 Er zog insgesamt ein positives Fazit des Umzugs: kein Regen, kein Unfall, keine Verletzten, tausende Zuschauer, tolle Wagen und Gruppen. „Was will man mehr?“ Explizit richtete er seinen Dank an alle Aktiven. Aber auch an Dutzende von Helfern aus den Reihen der Feuerwehr, der Polizei, des DRK und der Malteser. Aufgefallen sei ihm, dass sich besonders viele Jugendliche beim Wagenbau und im Umzug beteiligt hätten. „Der Nachwuchs ist da“, so der Vorsitzende. Dass nicht so viele Dahlienwagen wie in den Vorjahren vertreten waren, habe seine Gründe. „Aufgrund der Trockenheit waren die Dahlienfelder nicht so ergiebig“, sagte Tegelkamp. Und die Blüten seien kleiner gewesen. „Dann müssen die auch dichter gesteckt werden“, so Norbert Gertheinrich.

 Das Manko hätten die Wagenbauer durch die vermehrte Verwendung verschiedener Körner und Blätter wie Lorbeer oder Efeu aufgefangen. Die Trockenheit war nur ein Thema, dem sich die Wagenbauer beim Zug durch den Ort widmeten. Und bei dem nicht nur einmal das Sunderaner-Lied angestimmt wurde.

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