300 Betriebe zahlen Gewerbesteuer
Bild: Schäfer
Im lockeren Gespräch erläuterte Kämmerer Heinz-Dieter Wette, hier neben Marie-Luise Wessel, Zahlen rund um den Gemeindehaushalt.
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Jetzt war er zu Gast beim Kamingespräch in der Gaststätte Großkopff. Eingeladen hatte der SPD-Ortsverein Herzebrock-Clarholz. Der hofft, mit dem neuen Format Themen aufzugreifen, die die Allgemeinheit – ohne parteilpolitische Bindung – interessieren. „Wir probieren das einfach mal aus“, sagt Vorsitzende Heinz Willikonsky und freut sich über den Zuspruch der Auftaktveranstaltung. Die dreht sich thematisch um die Gemeindefinanzen und da ist der Kämmerer Heinz-Dieter Wette ja praktisch als Referent gesetzt. „Es geht darum, ein Gefühl für den Gemeindehaushalt zu bekommen“, sagt Willikonsky zum Leitmotiv.

Hüter der Schatzkammer

Als Hüter der gemeindlichen Schatzkammer – Kämmerer leitet sich vom lateinischen camera (Kammer) ab – erläutert Wette Zusammenhänge und Grundlagen. „Bei uns hat der Haushaltsplan verbindlichen Gesetzescharakter“, verweist er auf die Haushaltssatzung, die jährlich vom Gemeinderat verabschiedet wird. Verbindlichkeit bei den Erträgen sei natürlich nicht zu erzeugen, stellt der 46-Jährige insbesondere mit Blick auf das Gewerbesteueraufkommen fest – und erläutert den komplexen Vorgang der Planung dieser Einnahmequelle.

Schritt für Schritt zur Schätzung

Außer Festsetzungsbescheiden aus den Vorjahren und allgemeinen Konjunkturvoraussagen sei es das persönliche Gespräch, das er mit den Firmen suche. Sicherlich nicht mit allen 300 Betrieben, die in Herzebrock-Clarholz Gewerbesteuer zahlen. „Aber doch mit den 10 bis 15 größten Zahlern“, so Wette.

Außer der Gewerbesteuer sind es die Grundsteuern („Die muss man übrigens nicht erheben“) und die Anteile an der Einkommens- und Umsatzsteuer, die größere Beträge in die Gemeindekasse spülen. Dort sei die Orientierung an den Vorjahren gut möglich, so der Kämmerer. Insbesondere, da die Einkommenssteuer wohnortbezogen fließt.

Mehr in der Glocke-Ausgabe vom 16. Februar 2017.  

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