3200 Euro für Roter Keil erwandert
Bild: Baum
Durchhaltevermögen und Einsatz zeigten die rund 200 Firmbewerber von St. Christina und St. Laurentius, begleitet von ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern sowie Eltern der Firmbewerber auf dem Weg von Herzebrock-Clarholz nach Marienfeld.
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Die Aktion lief zugunsten des Netzwerks Roter Keil, das sich gegen Kinderprostitution und Kinderpornografie bundesweit stark macht und Projekte in verschiedenen Ländern unterstützt. „Unterwegs für glückliche Kinder“ – so das Motto, unter dem sich die Firmbewerber 2012 von St. Christina und St. Laurentius auf den rund zwölf Kilometer langen Weg machten. Die Herzebrocker Firmlinge wanderten um 11.30 Uhr von der Josefskapelle und die Clarholzer zur selben Zeit von der Pfarrkirche St. Laurentius los. Zu Beginn bekamen alle den Reisesegen von Pastor Johannes A. Kudera beziehungsweise Pfarrer Josef Kemper. Ein Holzkreuz mit dem Motto wurde abwechselnd von den Firmbewerbern vornweggetragen.

Die Herzebrocker und Clarholzer trafen am Sandknapp aufeinander um gemeinsam mit dem Organisationsteam bestehend aus Gemeindemitgliedern und Eltern der Firmbewerbern weiter Richtung Marienfeld zu laufen. Das erste Ziel war der Hof Berhorn wo Rudolf Herden über die Organisation Roter Keil informierte.

Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk von Kaplan Jochen Reidegeld, der im Jahr 1999 in Kooperation mit dem Orden der Salesianer Don Boscos die „Aktion Bosco Sevana“ gründete. Aus dieser Aktion entwickelte sich der Verein. Sie setzen sich in Deutschland, Tschechien, Kambodscha, Philippinen, Sri Lanka, Uganda und Angola ein. Roter Keil möchte dem organisierten Verbrechen des Kindesmissbrauchs und der Kinderprostitution eine Bewegung entgegensetzen. Ziel ist es, die Ursachen der Problematik zu bekämpfen.

Nach einer Pause ging es weiter. „Plötzlich fing es an zu regnen. Weit und breit haben wir keine Stelle zum Unterstellen gesehen. Wir waren alle mitten auf einem Feldweg, sind sehr nass geworden und trotzdem weiter gelaufen“, erzählten die Jugendlichen.

Um 14.30 Uhr kam man an der kleinen Kolpingshütte in Marienfeld an. Wegen des Wetters wurde dort aber nur kurz Rast gemacht. Die Fürbitten für den anschließenden Gottesdienst in der Abteikirche Marienfeld wurden auf dem Weg besprochen. „Ihr habt einen harten Weg mit Sturm und Regen auf euch genommen, weil ihr die Menschen in den Blick genommen habt, die viel härteren Stürmen ausgesetzt werden“, dankte Pfarrer Jochen Reidegeld den Herzebrock-Clarholzern beim Abschlussgottesdienst.

Gemeindereferentin Aloisia Busch war stolz auf die große Gruppe. „Im Rahmen der Firmvorbereitung sollte gemeinsam ein soziales Projekt unterstützt werden. Wir haben uns für das Netzwerk Roter Keil entschieden“, erzählte sie. Die Firmbewerber bekamen vorab einen Sponsorenzettel, für jeden Kilometer, den sie liefen, zahlten Freunde, Familienmitglieder oder Nachbarn einen Geldbetrag. Insgesamt kamen 3200 Euro für das Netzwerk Roter Keil zusammen.

Außer den gesammelten und erwanderten Spenden der Firmbewerber, hat sich die Band „Lichtblick“, der Christ-König-Gemeinde Gütersloh nach dem Gottesdienst spontan entschieden, ihre Gage ebenfalls zu spenden. „Dank des Durchhaltevermögens der Jugendlichen und des Engagements der Firmbegleiter von St. Laurentius und St. Christina war der Tag voll gelungen und ein toller Erfolg. Wir sind stolz auf unsere Jugendlichen“, so Aloisia Busch.

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