405 Läufer aktiv für die gute Sache
Bild: Becker
Alle Etappen durchgelaufen: Mit Jürgen Steiner (links) und Werner Goldkuhle waren zwei Herzebrocker unter den vier Männern, die den siebten Paul-Craemer-Lauf über 55 Kilometer am Stück bewältigten.
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Mit 120 Startern hatte die Von-Zumbusch-Gesamtschule ihr Aufgebot gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Sogar Schulleiterin Sabine Hengstenberg schnürte die Sportschuhe.

Vier Läufer liefen die gesamten 55 Kilometer, unter ihnen Werner Goldkuhle, der den Lauf sechs Jahre lang organisiert hat. Es sei immer schon sein Wunsch gewesen, selbst an dem Etappenlauf teilzunehmen, sagte Goldkuhle. Zum Start am Morgen war er sich aber noch nicht so sicher, ob es gelingen würde – auf das Gruppenfoto verzichtete der 58-Jährige lieber. Am Ende kamen von fünf Aspiranten vier durch.

Die Herzebrocker Werner Goldkuhle und Jürgen Steiner laufen 55 Kilometer

Starken Applaus bekam der Herzebrocker Jürgen Steiner. Der 54-Jährige lief mit Fahrradbegleitung ein paar Minuten nach dem Hauptfeld durch das Ziel, das wie immer auf dem Craemer-Betriebsgelände aufgebaut worden war. Steiner steckte der Münster-Marathon von vor zwei Wochen (4:23 Stunden) noch etwas in den Beinen. Noch mehr plagte ihn aber ein Trainingsrückstand. Wegen eines Fersensporns hatte er den Marathon mit einer Vorbereitung von nur 200 Trainingskilometern bestritten. „Heute konnte ich am Ende nur einen Achter-Schnitt laufen“, sagte Steiner. Anfangs seien die Etappenpausen sehr lang gewesen. „Nachher waren sie für mich zu kurz“, so Steiner lachend.

Werner Goldkuhle („Heute konnte ich den Lauf genießen“) ist im Sommer den Midnight-Sun-Marathon in Norwegen gelaufen und plant nun einen weiteren Marathon-Start in drei Wochen am Essener Baldeney-See. Die übrigen Finisher der kompletten Distanz waren Jonathan Aust und der Triathlet Alex Heinzel. Als Anerkennung für die Leistung bekamen die vier einen Wellness-Gutschein überreicht.

Organisatoren mit der Resonanz sehr zufrieden

Craemer-Betriebsrat Ralf Timmer und Volker Franz, die in diesem Jahr federführend die Organisation übernommen hatten, waren mit der Resonanz sehr zufrieden. Die ersten und die letzten Etappen seien sehr gut besetzt gewesen, sagte Timmer.

Außer der Gesamtschule waren die Josefschule mit 85 Startern, die Bolandschule mit 73 und die Wilbrandschule mit 53 Läufern auf der letzten, der Mitmach-Etappe, vertreten. 18 Lehrer hatte die Gesamtschule an den Start gebracht. Eine Lehrer-Staffel legte die komplette 55-Kilometer-Runde zurück. Die Spendensumme des Laufs wird in Kürze bekanntgegeben.

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