60 Arbeiter gehen von Bütfering zu Weeke
Bild: Schäfer
Die Firma Weeke könnte 60 Mitarbeitern aus der Holzbearbeitungs-Sparte der Beckumer Firma Bütfering Schleiftechnik bald neue Arbeitsplätze bieten.
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 Bütfering wird sich vom Standort Beckum komplett zurückziehen. In Beckum werden künftig nur noch etwa 16 bis 20 Mitarbeiter für Homag in der Metallverarbeitungs-Sparte tätig sein, wie der Technische Geschäftsführer, Michael Mrachazc erläuterte. Und das auch nur so lange, bis es gelingt, diesen Unternehmensteil zu verkaufen.

Wie die Geschäftsführung nach entsprechender Beschlussfassung im Homag-Aufsichtsrat bekanntgab, sollen etwa 60 der insgesamt rund 120 Bütfering-Mitarbeiter ein Übernahmeangebot nach Herzebrock erhalten. 21 Belegschaftsmitglieder werde man künftig nicht mehr weiterbeschäftigen können. Die Verwaltung, bisher in der Nachbarschaft des Produktionstandorts an der Stromberger Straße ansässig, wird aufgelöst, das Gebäude nicht weitergenutzt.

Die für den Standort Beckum bedauerlichen Entscheidungen des Homag-Aufsichtsrats waren laut Mrachacz ununmgänglich, um das Unternehmen aus der Krise zu führen. Sie stünden allerdings noch unter dem Vorbehalt der Einigung mit dem Konzernbetriebsrat sowie der Mitarbeitervertretung. Die Belegschaft wurde über die Unternehmenspläne Montag bei der Fortsetzung einer Betriebsversammlung informiert, die vor zwei Wochen unterbrochen worden war. Die Zwischenzeit, so erklärte Martin Sindermann von der Industriegewerkschaft (IG) Metall, habe man genutzt, um eine Mitgliederversammlung abzuhalten.

Die IG-Metall hat den Auftrag der Mitglieder erhalten, mit der Geschäftsführung über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Sindermann sprach von einem „schlechten Tag“ für den Standort Beckum. Offen sei derzeit noch, welche Mitarbeiter mit ihrer Kündigung rechnen müssen. Kritisch merkte der Gewerkschafter an, dass bei Weeke in Herzebrock zahlreiche Leiharbeiter beschäftigt seien. Dort bestünde aus Sicht der IG Metall die Chance, weitere Bütfering-Mitarbeiter zu übernehmen. Diese und viele andere offene Fragen seien nun zunächst in der Informationsphase zwischen Bütfering-Konzernleitung und Mitarbeitervertretung zu klären.

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