Änderungen in den Außenbereichen
Bild: Steinecke
Im Schneckentempo soll künftig zumindest im Internet nichts mehr laufen. Wer will, kann sich für das Glasfaserprodukt der Netzgesellschaft entscheiden.
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Bei einer Enthaltung von UWG-Ratsfrau Marion Söbke fasste das Gremium den Grundsatzbeschluss einstimmig. Beschlossen wurde die Freigabe für die ersten beiden Bauabschnitte (Ortskerne Herzebrock und Clarholz). Auch die Erhöhung der Gesellschafteranteile an der NHC auf 50 Prozent durch die Gemeinde fand eine Mehrheit, wenn auch ohne die Stimmen der Unabhängigen sowie Roland Stefan (fraktionsloses Ratsmitglied). Eine breite Ratsmehrheit sprach sich für eine Eigenkapitalausstattung in Höhe von zwei Millionen Euro, die Gewährung eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von bis zu 4,5 Millionen Euro und die Übernahme einer Bürgschaft zugunsten der NHC in Höhe von maximal 3,4 Millionen Euro aus. Heißt: Insgesamt nimmt die Gemeinde jetzt noch einmal bis zu 6,5 Millionen Euro in die Hand. Für Unruhe sorgte die Formulierung zum dritten Bauabschnitt, den Außenbereichen: Der soll in einzelnen Abschnitten erfolgen, wobei diese jeweils eine positive Rendite erwirtschaften sollen. „Durch den Ausbau darf sich die Gesamtkapitalrendite des Projekts auf einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahren nicht verschlechtern“, heißt es weiter. Über den jeweiligen Ausbau einzelner Bereiche im Abschnitt drei soll separat entschieden werden. Zweifel an der tatsächlichen Umsetzung der Glasfanschlüsse im Außenbereich wurden laut. „Das kann sich über Jahre hinziehen“, sagte CDU-Fraktionssprecher Bernhard Petermann. Heinz-Dieter Wette, Kämmerer und Geschäftsführer der NHC, gestand ein, dass eine Realisierung in den Außenbereichen nicht unter den gleichen Voraussetzungen wie in den Innenbereichen möglich sei. „Aber es gibt alternative Verlegetechniken wie beispielsweise Freileitungen oder Trassierung über Privatgrund, Eigenleistungen sind möglich, es könnten Fördermittel fließen“, nannte Wette wenige von vielen Bausteinen, die man einsetzen könne. „Dann ist auch Wirtschaftlichkeit für Bauabschnitt drei möglich.“ Er appellierte eindringlich, diesen „mühsam mit den Stadtwerken Gütersloh ausgearbeiteten Beschlussvorschlag nicht in irgendeiner Weise“ zu ändern. „Er ist abgestimmt. Und wenn man grundsätzlich mitgehen will, sollte man so beschließen“, sagte Wette. Das tat der Rat ohne die Stimmen der UWG und von Ratsmitglied Stefan Roland.

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