Angeklagter war „schwerst betrunken“
Bild: Reinhardt

Der Angeklagte (l.) am Montag im Bielefelder Landgericht mit seinem Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Peter Oberwetter.

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In der Gemeinschaftsküche eines Wohnhauses an der Quenhorner Straße, in dem Mitarbeiter eines fleischverarbeitenden Unternehmens aus Rheda untergebracht sind, war es nach erheblichem Alkoholkonsum zu einem Streit zwischen dem Angeklagten und dessen Landsmann gekommen. In dessen Verlauf soll der 41-Jährige mit einem scharfen Messer zugestochen haben.

Der Einsatzleiter der Polizei war dazu am Montag als Zeuge geladen und berichtete, wie sich den Beamten die Situation in der Küche dargestellt hatte. Der Angeklagte habe in der Ecke auf einem Stuhl gesessen. Der verletzte 25-Jährige lag auf dem Boden, während ein Kollege sich über ihn beugte und versuchte, Hilfe zu leisten. Der 41-Jährige sei ihm „schwerst betrunken“ erschienen, vor allem als er im Fesselgriff von den Kollegen abgeführt wurde. Einen hohen Alkoholgehalt hatte auch der 25-Jährige im Blut. Der Arzt, der ihn im Städtischen Klinikum Gütersloh notoperierte und der am Montag ebenfalls vor Gericht aussagte, berichtete von 2,8 Promille. Die Verletzungen seien lebensgefährlich gewesen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Der Prozess wird am 15. Januar fortgesetzt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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