Anlieger müssen Kanalanschlüsse umstellen
Bild: Reinhardt
Freuen sich über den gelungenen Ausbau der Brocker Straße: (v. l.) Bürgermeister Jürgen Lohmann sowie Ralf Oelschläger und Hermann Ortkras von den Gemeindewerken.
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 Bei der Brocker Straße wurden nämlich nicht nur die Fahrbahndecke sowie die Geh- und Radwege erneuert, sondern auch die Kanäle und Wasserleitungen. Statt eines Mischwasserkanals wurden – um gegen künftige Starkregenfälle besser gewappnet zu sein – sowohl ein Schmutz- als auch ein Regenwasserkanal unter die Straße gelegt. Außerdem entstand ein neuer Kanal entlang der Bundesstraße 64, der das Regenwasser in ein ebenfalls neu eingerichtetes Regenrückhaltebecken leitet. Die Kanalbaumaßnahmen schlugen mit rund 2,1 Millionen Euro zu Buch. Allein 1,1 Millionen Euro davon entfielen auf die Schmutz- und Regenwasserkanäle direkt unter der Brocker Straße. 950 000 Euro mussten für den Kanalbau entlang der Bundesstraße und für das Regenrückhaltebecken aufgebracht werden.

Damit die Maßnahme Erfolg hat, ist es allerdings notwendig, dass alle betroffenen 22 Anwohner ihre Hausanschlüsse umstellen. Doch das allein reicht nicht aus. „Vor anderthalb Monaten haben wir die Betroffenen angeschrieben“, berichtet Hermann Ortkras von den Gemeindewerken. Ist die Umstellung erfolgt, muss nämlich noch die entsprechende Dichtheitsbescheinigung ins Rathaus geschickt werden, „und der Rücklauf ist sehr schleppend“, so Ortkras. Deshalb will die Gemeinde alle Beteiligten, die ihre Bescheinigungen noch nicht vorgelegt haben, in den nächsten Tagen noch einmal anschreiben und erinnern. Das gilt auch für die Anlieger des Stichwegs der Gustav-Weeke-Straße, der im Zug der Maßnahme mit ausgebaut wurde.

Bürgermeister Jürgen Lohmann betonte, dass man versucht habe, trotz der Baumaßnahmen die Kastanienallee mit den 80 bis 90 Jahre alten Bäumen zu erhalten. Das sei auch gelungen. „Die Bäume sehen alle relativ gut aus“, so der Bürgermeister. Lediglich zwei Kastanien hätten entfernt werden müssen. Sie seien allerdings bereits vor der Baumaßnahem beschädigt gewesen, so Gemeindewerke-Mitarbeiter Ralf Oelschläger.

Jetzt muss nur noch das letzte Teilstück der Brocker Straße, an der B 64 eine neue Fahrbahndecke erhalten. Damit will die Gemeinde warten, bis die Bahn ihren Übergang neu erstellt hat und der Ausbau der Rilkestraße abgeschlossen ist. Beide Maßnahmen sollen im Oktober fertig sein.

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