Arbeiten an Kurbelschranke irritieren Autofahrer
Bild: Schäfer
Kein Weiterkommen gab es für Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße 64 am vergangenen Wochenende. Arbeiten an der Schrankenanlage des Bahnübergangs waren die Ursache.
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Der Antrieb einer Schranke wurde ausgewechselt. „Aktuell wird der Bahnübergang mit einer mechanischen Schranke gesichert, die vor Ort bedient wird“, heißt es seitens der Deutschen Bahn. Rund um die Uhr steht dort ein Mitarbeiter bereit, um die Anlage – zumindest tagsüber – im Halbstundentakt zu bedienen und selbst noch zu kurbeln. Als Unterkunft dient ein Container, in dem sich die technischen Anlagen und auch der Arbeitsplatz des Bahnmitarbeiters befinden.

 Aufgrund der Instandsetzungsarbeiten am Samstag wurde der Verkehr am vergangenen Wochenende auf der Bundesstraße in Richtung Beelen auf einem Teilstück über die Marienfelder Straße und die Nordstraße umgeleitet. Auf Letzterer war das Parken für diesen Zeitraum verboten. Die Schilder standen auch einige Tage später noch am Ort. Die Bahn bat um Verständnis für etwaige Behinderungen. „Diese lassen sich aufgrund von Art und Umfang der Arbeiten nicht immer vermeiden“, heißt es in einer Stellungnahme.

 Die Gemeinde war über die Arbeiten und die damit verbundene Sperrung informiert. Eine Mitteilung an die Medien gab es nicht. Über Arbeiten, die mit Behinderungen im Bahnverkehr einhergehen, berichte die Bahn aktuell und im Voraus im Internet, schreibt der Bahnsprecher dazu. Ursprünglich gingen die Arbeiten an dem Bahnübergang auf einen Unfallschaden zurück, informiert die Bahn. Der Wechsel des Schrankenantriebs sei die letzte Maßnahme im Zuge der Beseitigung der Schäden gewesen. Die Arbeiten wurden von einem Unternehmen aus Isselburg durchführt.

An der Letter Straße/Bundesstraße 64 findet sich zu einer der letzten Bahnübergänge, die noch mit einer mechanischen Schranke gesichert werden. Auskunft zur Historie und technischen Abläufen wollte die Deutsche Bahn nicht geben. Aber zur Zukunft: „Grundsätzlich ist der Bahnübergang zur Erneuerung vorgesehen“, schreibt der Konzern. Und zwar mit Anbindung an die Nordstraße. Die Planungen zur Verlegung und Sicherung des Bahnübergangs Letter Straße zur Nordstraße laufen seit Jahren. Im Zuge dessen ist vorgesehen, die Letter Straße auf Höhe der Nordstraße an die B 64 anzubinden und dort einen modernen Bahnübergang mit Ampel zu errichten. Die Planungsgespräche laufen seit Jahren. Bis zur konkreten Umsetzung werden weitere ins Land gehen. Grund genug für die Deutsche Bahn, noch keine zeitliche Einordnung für die Erneuerung des Bahnübergangs zu treffen. „Dazu gibt es noch keinen seriösen Termin“, heißt es.

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