Asylbewerber lernen Deutsch in Herzebrock
Bild: Poetter

Engagiert für Menschen in Not: (v. l.) Johannes Kudera, Ursula Schulte-Beckhausen, Gertrud Beilmann, Gisela Ginten-Hoffmann, Hedwig Ewerszumrode, Silke Irsig, Marita Feldmann, Rebecca Hoffmann, Cathrin Geldmacher und Hannah Pötter.

Bild: Poetter

Das sagte er vor dem Hintergrund eines Angebotes der Erzdiözese, das auf Initiative der Caritas-Konferenz und getragen von der Kirche und ihren örtlichen Gremien im pastoralen Raum Rheda/Herzebrock-Clarholz am Montag gestartet wurde: Sprachkurse für Menschen anzubieten, die in der Gemeinde Herzebrock-Clarholz einen Antrag auf Asyl gestellt haben. 19 Namen von Erwachsenen aus acht unterschiedlichen Nationen, darunter Ghana, Nigeria, Serbien Eritrea und Iran, die von der Gemeinde genannt wurden, liegen den Organisatoren im Moment vor. Hinzu kommen neun Kinder, die in der Zeit, in der ihre Eltern büffeln, betreut werden. „Wir hoffen, dass alle zum Kursus kommen“, sagt die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Gisela Ginten-Hoffmann. Sprachliche Kompetenz helfe den Asylbewerbern, im Alltag klarzukommen, sagt auch Hedwig Ewerszumrode von der Caritas. Einkäufe machen, Arztbesuche, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: Die Sprache habe eine Schlüsselfunktion.

Der Raum im Pfarrgemeindezentrum hat sich gefüllt. Einzelbewerber, aber auch junge Familien haben Platz genommen und sind gespannt auf das, was sie erwartet. Nach einer Vorstellungsrunde geht es schon am ersten Tag direkt in medias res. Während die Kinder separat von jeweils zwei Ehrenamtlichen betreut werden, können die Asylbewerber einen ersten Blick in ihre Bücher werfen. Basis für den Unterricht ist das Lehrbuch „Alpha plus“ mit einem Aufbaukursus für Deutsch als Zweitsprache. Reza Abolfathi aus dem Iran, der mit seiner Frau und der neugierig aus ihrem Kinderwagen lächelnden Nita gekommen ist, spricht etwas Deutsch. Besser verständigen kann er sich jedoch auf Englisch. Klar, sprachliche Vorkenntnisse sind immer ein Vorteil.

Der Kursus laufe über 33 Wochen, berichtet Gisela Ginten-Hoffmann. Unterrichtet wird jeweils an drei Vormittagen, jeweils von 9.30 Uhr bis 11.15 Uhr im Pfarrzentrum. Referentinnen sind Cathrin Geldmacher, Christa Radner, Gertrud Beilmann und Gisela Ginten-Hoffmann. Ein Kursus, auf den Asylbewerber zwar keinen rechtlichen Anspruch hätten, der aus humanitärer Sicht aber sehr wichtig sei, so der Pfarrer. „Wir haben eine breite Unterstützung sowohl von unserer Kirchengemeinde wie auch von der Gemeinde Herzebrock-Clarholz“.

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