Ausstellung zum Herzebrocker Jubiläum
Bild: Schäfer
Ausstellungseröffnung: (v. l.) Fotograf Michael Wöstheinrich, Ehrenmitglied Erwin Kriesche, Archivar Karlheinz Buddenborg und der Vorsitzende Dieter Mersmann.
Bild: Schäfer

 So leben die Aktionen rund um die 1150-Jahr-Feier noch einmal auf, befanden die Besucher. Im Din-A 4-Format wurden die Bilder abgezogen. Natürlich mit dezent eingearbeiteten Schriftzügen, die auf Personen und Anlass des Dargestellten verweisen.

„Ein Bild ohne Beschriftung hat keinen Archivwert“, freute sich Erwin Kriesche als Ehrenmitglied des Heimatvereins und Mitbegründer der Fotogruppe im Jahr 1958 über dieses Detail. Er erinnerte in einer kurzen Ansprache zur Eröffnung an die technische Entwicklung der Fotografie und an Willi Stüer, einen Foto-Chronisten Herzebrocks.

Michael Wöstheinrich selbst, 48 Jahre alt und von Beruf Lehrer, nahm seine Rolle als Fotograf in den Blickpunkt. „Ich mache die Bilder nicht für mich als Beobachter, sondern für die Leute, um die es auf dem Bild geht.“ Zwar sei er bei vielen Veranstaltungen dabei, werde aber nicht als Störfaktor wahrgenommen, so der Fotograf, der seit seinem zwölften Lebensjahr auf den Auslöser drückt und auch als Luftbildfotograf beim Militär gearbeitet hat.

Nur, wenn man als Fotograf in den Hintergrund trete, sei es möglich, unbefangene Aufnahmen zu machen, so Michael Wöstheinrich. Und so findet sich unter den jetzt ausgestellten Bildern – die Auswahl hat er in Zusammenarbeit mit Erwin Kriesche getroffen – nur eine kleinere Zahl an ausgestellten Bildern, bei denen die Menschen sich des Objektivs bewusst waren.

„Die Fotos haben eine besondere Qualität, das haben wir Michael Wöstheinrich zu verdanken“, wandte sich Dieter Mersmann an den Herzebrocker. Er betonte, dass so ein komprimierter Überblick über das Jubiläumsjahr 2010 gegeben werden könne. „Und der bleibt auf Dauer erhalten.“ Denn im Anschluss an die Ausstellung, die jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist, werden die Bilder Platz in einer Mappe finden und so in die Dauerausstellung der Heimatstube integriert.

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