Bande der Freundschaft werden gepflegt
Bild: Schäfer
Verwebt wurden die Gemeindeumrisse und die Wappen der beiden Partnergemeinden in den Jubiläumsgeschenken: (v. l.) Dieke Frantzen, die Bürgermeister Marco Diethelm und Rob Bats sowie Wilhelm Towara.
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Genau am 3. September 1994 wurde die Partnerschaftsurkunde zwischen dem damaligen Vollenhove und Herzebrock-Clarholz unterzeichnet. Und nachdem das 25-jährige Jubiläum im Mai auf deutscher Seite begangen wurde, stand jetzt ein Festakt im niederländischen Steenwijkerland auf dem Programm.

 Im Dorf Oldemarkt trafen sich die Wegbegleiter der Städtefreundschaft. „Jeder im Saal ist Ehrengast und hat mal mehr oder mal weniger zum Gelingen beigetragen“, sagte die Vorsitzende des niederländischen Partnerschaftsvereins, Dieke Frantzen, bei der Begrüßung der Delegation aus Herzebrock-Clarholz und ihrer niederländischen Gastgeber.

Sie blieb pragmatisch: Nicht alle Reden würden übersetzt, „das dauert zu lange“, stellte sie fest. Aber: „Wir sprechen deutsch auf holländische Weise“, und da sollte das Verständnis kein Problem sein. Das war es auch nicht. Denn Rob Bats, Bürgermeister von Steenwijkerland, hielt seine Ansprache in Deutsch – nachdem er die Gelegenheit nutzte, schnell noch die Amtskette anzulegen. „Jetzt bin ich kein Mensch mehr, jetzt bin ich Bürgermeister“, flachste der 57-Jährige bevor er sich dem Thema des Abends widmete. Und das hat für ihn nach eigenem Bekunden immense Bedeutung: „Einander begegnen, einander kennenlernen, einander verstehen und miteinander handeln“, seien die Prämissen, auf denen eine erfolgreiche Partnerschaft fuße.

Anfang der 80er-Jahre seien erste zaghafte Schritte zwischen den Kommunen unternommen worden. „Heute gibt es Kontakte auf vielen Ebenen. Und es sind die von Mensch zu Mensch, die unsere Städtepartnerschaft ausmachen.“ Chancen sieht er in den sozialen Medien. In der Kommunikation mit seinem Amtskollegen Marco Diethelm laufe vieles über Whatsapp. Potenzial sieht er beispielsweise noch bei innovativen Umwelttechnologien, bei denen die Gemeinden sich verstärkt austauschen und voneinander lernen könnten. Und es gelte, die junge Generation für die Partnerschaft zu interessieren. Ob Jugendkomitees dafür ein geeigneter Weg seien, werden beide Seiten künftig überlegen.

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