Bauhofteam stellt sich auf Schnee ein
Foto: Schäfer
Mit einem arbeitsreichen Wochenende rechnen die Bauhofmitarbeiter Heiner Hartmann (links) und Ludger Beuckmann.
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Denn, da ist sich der Bauhofleiter sicher, Schnee wird kommen. Gleich vier Wetterberichte verfolgt Pohlmeyer kontinuierlich. Er gleicht sie miteinander ab. „Wenn zwei oder drei dasselbe sagen, ist das die Erkenntnis, auf die ich baue.“

Bis in die Niederungen

Und ziemlich fest stehe, dass Schnee auch in den Niederungen des Landes falle. Nur wie viel, das konnte der Bauhofleiter am Freitagmorgen noch nicht sagen. „Das wird sich im Lauf der nächsten Stunden entscheiden.“ Wirklich festlegen will er sich in puncto Menge nicht. Es könnten mehr als 20 Zentimeter sein. „Aber auch weniger“, merkt er an und will die meteorologische Glaskugel nicht beschwören.

Bereits zum Ausrücken

Fest steht: Seit Freitagmittag ist der Bauhof startklar, um auszurücken. Zwei Kleinschlepper für Radwege, ein Unimog, ein Großschlepper – alle mit Streuer – sowie zwei Handkolonnen, die mit maschinellem Equipment ausgerüstet sind, stehen bereit. Bis Samstag 20 Uhr würde laut Planung bei entsprechender Wetterlage der erste Einsatz gefahren. Weiter ginge es am Sonntagmorgen um 3 Uhr, um 13.30 Uhr sowie dann wieder am Montagmorgen um 3 Uhr.

Leichte Nervosität

Ein bisschen Nervosität, die gebe es durchaus angesichts der Ungewissheit, wie das Wetter sich entwickelt. An Streusalz mangelt es nicht. Rund 70 Tonnen habe der Bauhof in petto, so Pohlmeyer. Nachschub habe er aber trotzdem geordert. Denn in den vergangenen Tagen gab es einiges in Sachen Glatteis zu tun. „Wir waren ja mehr oder weniger im Dauereinsatz.“ Und die Temperaturaussichten der kommenden Tage mit deftigen Minusgraden scheinen nicht geeignet, um in diesem Punkt von Entspannung zu reden. Rund vier Stunden benötigen die Mitarbeiter bei einem regulären Glätteeinsatz, um die von der Kommune vorgeschriebenen Straßenzüge eisfrei zu bekommen. „Bei Schnee dauert das durch die Schieber natürlich länger.“ Das könnten es – je nach Schneemenge – auch bis zu acht Stunden sein. 17 Mitarbeiter zählt das Team des Bauhofs. Obwohl nicht üblich, steht am Sonntag vermutlich ein Schichtwechsel an.

Salzeinsatz auf Minimum

Ungefähr vier Tonnen Streusalz werden bei einem Volleinsatz im Gemeindegebiet benötigt. Bauhofleiter Christian Pohlmeyer ist ein Punkt dabei besonders wichtig. „Wir halten den Salzeinsatz auf einem Minimum.“ Fünf Gramm pro Quadratmeter seien es bei Glatteis. Einstellen ließen sich an den Streuern der Fahrzeuge zwischen 5 und 40 Gramm. „Weniger geht also auch nicht.“ Seit zwei Jahren werde das so gehandhabt. Und die Erfahrungen sind gut. „Das reicht aus“, sagt der Leiter des Bauhofs. Der Auftauprozess würde durch die Beschränkung ein wenig länger dauern, merkt er an. Und ja, bei Schneeeinsätzen werde die Menge des Streusalzes erhöht.

Rückgang beim Verbrauch

Insgesamt habe sich durch die Regulierung der Verbrauch des Streusalzes minimiert: Von ehemals 6,5 Tonnen auf die genannten 4 Tonnen bei einem Volleinsatz. Auf Seiten der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde werden angesichts der Wetteraussichten mit Schnee und Glatteis keine besonderen Vorkehrungen getroffen. „Es gibt lediglich nochmal einen Hinweis an die Löschzugführer, den Frostschutz und das Scheibenwischwasser bei den Fahrzeugen zu kontrollieren“, sagt Wehrführer Franz-Josef Toppmöller. Er bleibe entspannt. Und wenn die Feuerwehr gebraucht wird, weiß er, dass die Zufahrten zu den Gerätehäusern bei Schneefall bereits vom Bauhof geräumt worden sind. „Wir stehen in deren Plan drin.“ An vorderster Stelle.

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