Bücher bieten viel Gesprächsstoff
Bild: Ahlke
„Literatur und Musik in der Bücherei“ mit (v. l.) Maria Schürmann, Marie Huster, Ursula Klasmann und Pfarrer Josef Kemper fand viel Anklang in Clarholz.
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Zwischen den abwechselnden Lesungen spielte Marie Huster auf der Querflöte Filmmusik (Schindlers Liste, Pocahontas), klassische meditative Stücke und Popmusik (Abba).

Die angenehme Atmosphäre der vom KÖB-Mitarbeiterteam initiierten Veranstaltung komme gut an und habe bereits ein Stammpublikum, berichtete Büchereileiterin Ursula Klasmann: „Wenn man selbst begeistert von dem ist, was man vorliest, kann man das gut weitergeben.“ Die beiden Vorleser gaben kurze Einführungen zu ihren ausgewählten Texten und stellten die Autoren und Autorinnen vor. Zum Nachdenken Anregendes, Humorvolles, Satirisches, besondere Übersetzungen, Journalistisches und Weltliteratur – ein breites Spektrum machte die Zuhörer neugierig.

Maria Schürmann hatte die Kurzgeschichte „Rosabels Tagtraum“ von Katherine Mansfield ausgewählt, zum 40. Todesjahr von Erich Kästner dessen „Wahres Geschichtchen“, von Christine Nöstlinger das Märchen „Schneewittchen“ (wie es nach dem von den Gebrüdern Grimm aufgeschriebenen Ende weitergegangen sein könnte), Robert Gernhardts Ansichten zur Architektur des Diözesanmuseums in Paderborn sowie das Prosagedicht „Wiedersehen nach langer Zeit“ von Jürgen Becker.

Josef Kemper las als Erstes die Kurzgeschichte „Saisonbeginn“ der katholischen Schriftstellerin Elisabeth Langgässer vor, die er in einer von Marcel Reich-Ranicki herausgegebenen Anthologie gefunden hat. Wie dieser sich in einem Interview zu seiner persönlichen Einstellung zum dramatischen Werk von William Shakespeare äußert, nutzte Kemper den Abend, um auf das 450. Geburtsjahr Shakespeares einzugehen. „Ein bisschen Shakespeare“ müsse daher sein, meinte er und las die Sonette 18 und 60 in der Übersetzung von Wolf Biermann vor. Mit der satirischen Erzählung „Delphi“ würdigte der Geistliche den kürzlich verstorbenen Autor Siegfried Lenz.

Anderthalb Stunden „Literatur und Musik“ boten den Anwesenden viel Gesprächsstoff.

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