Bürgerradweg bis zum Emstal freigegeben
Bild: Bitter

Gaben den Bürgerradwegs frei: (v. l.) Davina Nelson (Fachbereich Planen), Bauleiter Matthias Müller. Andreas Rickel (Förderverein), Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) aus Harsewinkel und ihr Amtskollege Jürgen Lohmann (CDU) aus Herzebrock-Clarholz, Fördervereinsvorsitzender Martin Grundmann und SPD-Landtagsabgeordneter Hans Feuß.

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2016 und 2017 wird weitergebaut in Richtung Heckerheide in Marienfeld. Dabei entstehen in Zusammenhang mit der Erneuerung der Emsbrücke bei Hüttings Mühle zwei neue Brückenbauwerke. Politiker, Anlieger und Gäste unternahmen am Freitag gleich eine erste Radtour dorthin.

Martin Grundmann, Vorsitzender des Fördervereins „Bürgerradweg Marienfeld“, sprach von „dem erhebenden Gefühl“, dass sich Initiative lohne, dass eben doch nicht alles festgezurrt und vorgegeben sei, „sondern dass man selbst etwas in die Hand nehmen und bewegen“ könne. In seine Dankesworte schloss er alle ein, „die geholfen haben, wenn sie darum gebeten wurden“: jedes Vereinsmitglied, jeden Grundeigentümer, Bürgermeister Jürgen Lohmann (CDU), der sich von Anfang an hinter den Verein gestellt habe, Fachbereichsleiter Karl-Hermann Schlepphorst im Rathaus und Projektbegleiter Jörg Amtenbrink vom Landesbetrieb Straßen.

Das Landesverkehrsministerium hat das Modellprojekt Bürgerradwege im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Diese Radwege entstehen durch bürgerschaftliches Engagement an Ort und Stelle und mit Beteiligung lokaler Bauunternehmen unbürokratisch und in Kooperation mit den beteiligten Kreisen, Kommunen sowie dem Landesbetrieb Straßenbau. Insgesamt 20 neue Bürgerradwege fördert das Land aktuell im Jahr 2015. Der erste Bürgerradweg in Ostwestfalen-Lippe wurde am 15. Mai 2009 nach einem halben Jahr Bauzeit an der Gütersloher Straße in Pixel eröffnet.
„Es ist gelungen, mit viel Feingefühl Lösungen zu finden, die durch die Anwohner akzeptiert wurden“, stellte Grundmann als besondere Leistung heraus. Seine Überzeugung: „Die Motivation war riesig und wird sicher so bleiben, wenn wir die Ausgleichsmaßnahmen für diesen Radweg zu stemmen haben. Das Pflanzen von Bäumen wird uns genau soviel Spaß machen wie das Abholzen.“

Zu den reinen Radwegebaukosten vom 500 000 Euro kommen die Kosten für Grunderwerb, Vermessung, Ausgleichsmaßnahmen und Ingenieurbüro hinzu. Aus Landesmitteln floss rund eine halbe Million Euro.

Alles begann mit einer Bürgerversammlung am 12. März 2013. Ihr folgten noch im selben Jahr die Gründung des Fördervereins, die Eigentümerversammlung, der Abschluss einer Vereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen und der Gemeinde, die Aufnahme der Grundstücksverhandlungen sowie die Holzungsarbeiten. Als offizieller Baubeginn des Radwegs gilt der 9. Oktober 2014, als Fertigstellungsdatum (Markierungsarbeiten) der 13. Mai 2015.

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