CJD soll Kindergarten-Träger werden
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Bis die ersten Gummistiefel von Mädchen und Jungen im Flur der neuen Drei-Gruppen-Einrichtung im Ortsteil Herzebrock stehen, werden noch einige Monate ins Land gehen. Jetzt gilt es, ein passendes Grundstück im Ortsteil Herzebrock zu finden.
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Vorbehaltlich einer übergeordneten Entscheidung des Jugendhilfeausschusses des Kreises Gütersloh am Mittwoch, 20. September, wird das CJD damit zukünftig zweimal in der Gemeinde vertreten sein. Einmal als Träger des Norbert-Kindergartens in Clarholz ab diesem August und dann an der neuen Kindertagesstätte im Ortsteil Herzebrock, die am 1. August 2018 ihren Betrieb aufnehmen soll. Der genaue Standort steht nicht fest: „Wir haben noch kein Grundstück. Aber die Gemeindeverwaltung ist kreativ“, sagte Bürgermeister Marco Diethelm am Dienstagabend in der Sondersitzung des Jugend-, Familien, Senioren- und Sozialausschusses. „Es gibt Gespräche“, so Diethelm. Und die könnten nach dem Beschluss jetzt intensiviert werden. „Es gibt Flächen, die im Notfall genutzt werden können“, aber eigentlich wolle man das Optimale erreichen, so das Gemeindeoberhaupt.

Dem Beschluss vorausgegangen waren intensive Beratungen in den Fraktionen zu den potenziellen Bewerbern für die Trägerschaft. Konkret beschäftigen mussten sie sich noch mit vier anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe, nachdem sich die Kinderzentren Kunterbunt aus Nürnberg im Auswahlverfahren zurückgezogen hatten. Entscheiden musste sich die Kommunalpolitik jetzt noch zwischen der Arbeiterwohlfahrt, dem Deutschen Roten Kreuz und den Step-Kids-Kitas. Die Ausschussmitglieder machten es kurz: „Die CDU hat sich für das CJD entschieden“, so Ratsfrau Hildegard Haggeney. Zum einen aufgrund von Synergieeffekten, die mit dem Norbertkindergarten entstehen könnten und zum anderen wegen des Konzepts, das „uns einfach überzeugt hat“, so Haggeney. Dem stimmten sowohl die UWG als auch die GAL inhaltlich zu. Und auch die SPD sprach sich mehrheitlich für das Jugenddorfwerk aus. „Mir hat auch Step-Kids-Kita gut gefallen“, merkte die Vorsitzende Marie Luise Wessel (SPD) an. Allerdings habe letztlich für sie der weit entfernte Verwaltungssitz in Berlin den Ausschlag gegeben. „Das CJD wird sich alle Mühe geben, dass das läuft“, zeigte sie sich von den zukünftig zwei Betriebsstätten überzeugt. Und dass der Kreis als entscheidende Stelle dem kommunalen Wunsch entsprechen wird, davon ging der Bürgermeister aus. Hildegard Haggeney freute sich, dass die Entscheidung einen so breiten Konsens gefunden hat.

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