Chinesischer Blick aufs Christentum
Bild: Ahlke
Bei einem Rundgang durch die Ausstellung „Ars Sacra Pecinensis – Christliche Kunst aus China“ erläuterte Dr. Georg Skrabania, Direktor des Museums Haus Völker und Kulturen der Steyler Missionare in St. Augustin, die Exponate.
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Eröffnet wurde die Ausstellung von Gottfried Pavenstädt, Vorsitzender des Freundeskreises Propstei Clarholz, von Pater Dr. Georg Skrabania, Direktor des Museums Haus Völker und Kulturen der Steyler Missionare in St. Augustin. Unterstützt wurden die Organisatoren dabei durch die chinesischen Studenten Li Zhao Johannes aus der Provinz Hebei und Zhang Yuefeng Josef aus der Provinz Jiang Su (Shanghai), die derzeit in St. Augustin die deutsche Sprache, Kultur und katholische Theologie studieren.

Chinesische Künstler schufen zwischen 1934 und 1948 mit ihrer künstlerischen und handwerklichen Tradition an der katholischen Universität Fu Jen in Peking 479 Bilder, die die christliche Heilsgeschichte darstellen. 29 Originale befänden sich davon heute im Haus der Völker und Kulturen, weitere unter anderem im Vatikan, so Georg Skrabania. Der Professor für Kirchengeschichte ist seit 38 Jahren Steyler Missionar und seit 14 Jahren in St. Augustin tätig. Er hat außer elf Originalen aus der chinesischen Sammlung auch weitere christliche Kunstwerke aus Japan, Südkorea, Indonesien und Indien für die Ausstellung im Klostermuseum Clarholz ausgewählt und zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung „Ars Sacra Pecinensis – Christliche Kunst aus China“ ist zu sehen bis zum 8. Oktober sonntags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung unter 05245/5646.
Auf Seide mit Tusche gemalt, rücken die chinesischen Gemälde Maria und Jesus in den Fokus. Maria mit dem Rosenkranz oder Jesu Geburt in einer chinesischen Winterlandschaft, mit typisch chinesischen Attributen, Kleidung, Gesten und sehr schönen Gesichtern. Auch Batiken sind zu sehen sowie eine japanische Krippe. Ergänzt wird die Ausstellung mit Büchern, darunter auch Exemplare aus der ehemaligen Clarholzer Klosterbibliothek. Der Kreuzweg des aus Clarholz stammenden Bildhauers Wilhelm Tophinke für die Weltfriedenskirche in Hiroshima ist mit Buchabbildungen dokumentiert. Gottfried Pavenstädt präsentierte zudem bei der Ausstellungseröffnung eine chinesische Kurzübersetzung zur Clarholzer Klosteranlage. Denn als Teil der Klosterregion Ostwestfalen-Lippe rechne man auch mit zunehmendem Besucherinteresse aus Fernost.

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