Clowns zu Gast im Pflegewohnheim
Bild: Baum
Einen Herzluftballon und ein strahlendes Lächeln schenkt Clown Gustav Bewohnerin Elenea Makleva.
Bild: Baum

Und es soll nicht bei einem einmaligen Besuch bleiben. Durch einen Informationsabend zum Thema „Humor im Umgang mit Demenzkranken“ hatten André Dirks, der Leiter des Pflegewohnheims, und Elisabeth Lücke, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Einrichtung, den Verein Clownskontakt mit Sitz in Herford kennengelernt. Der Verein hat sich 2010 gegründet und ist in ganz Nordrhein-Westfalen aktiv. „Das sind keine normalen Clowns – sie bringen Erfahrungen mit und sind spezialisiert auf Alte und Demenzkranke“, stellte André Dirks heraus und ergänzte: „Vom kommenden Jahr an sollen sie regelmäßig in unserem Haus sein.“ Maßgeblich der Förderverein sorgt für die Finanzierung.

Karlotta, Erzieherin mit Schwerpunkt Sozial- und Milieupädagogik sowie Theaterpädagogin und Mediatorin, ist seit 2014 im Verein Clownskontakt aktiv. Kollege Gustav bringt als Diplom-Theaterpädagoge eine schauspielerische, psychologische und musikalische Ausbildung mit. Er ist seit fast 15 Jahren als Klinik-Clown unterwegs. In den Wohnbereichen des Pflegewohnheims St. Josef sangen sie zusammen mit den Bewohnern bekannte Lieder, es wurde getanzt und auf die individuellen Bedürfnisse der Senioren eingegangen.

Einfühlungsvermögen und Spontanität seien wichtige Voraussetzungen für ihre Tätigkeit, erklärten die beiden Clowns. Und das Musikalische sei der Schlüssel, um Kontakt zu den Menschen zu bekommen. Deshalb durfte im Koffer das Liederbuch nicht fehlen, ebenso wenig wie eine Mini-Gitarre und eine Spieluhr. Ein roter Luftballon in Form eines Herzens und große Seifenblasen flogen durch den Gruppenraum. „Schön, dass Sie da waren, wir haben uns sehr gefreut“, sagte Bewohnerin Maria Venker, die sogar ihr Eis mit den Clowns teilte.

SOCIAL BOOKMARKS