Concordia macht einfach fröhlich
Bild: Borgelt
Alles im Griff: Die Mitglieder des Männerchors Concordia
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Chorleiter Siegfried Buske, der den Klangkörper am Klavier begleitete, hatte ein abwechslungsreiches Programm mit fröhlichen und humorigen Liedern, Volkweisen und Trinkliedern, Melodien aus Operetten und mundartlichen Titeln zusammengestellt. Ein halbes Jahr lang hatte er mit den Sängern bekanntes Liedgut verfeinert, neues eingeübt und dabei auch die plattdeutschen Kenntnisse der Sänger gefordert.

Concordia-Vorsitzender Walter Pauli begrüßte wieder zahlreiche Stammgäste. Jahr für Jahr freuen sich sie auf diesen Liedernachmittag. Denn es gibt gar nicht so viele Gelegenheiten, bekannte Volkslieder aus der Jugendzeit instrumental und vokal begleitet mitzusingen. Gemeinsam hießen sie den Monat Mai willkommen, sangen vom schönen Westfalenland und das in ihren Reihen so beliebte Lied „Sah ein Knab‘ ein Röslein steh’n“. „Das war ursprünglich ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe“, erklärte Paul Bach. Der berühmte deutsche Dichter habe es vermutlich als „Heideröslein“ verfasst und seiner damaligen Geliebten gewidmet. Einmal mehr kündigte der blinde Sänger alle Lieder mit viel Hintergrundwissen an. Das genannte Gedicht sei später von Franz Schubert vertont worden.

 „Ja, wenn die Musik nicht wär‘, wär‘ das Leben doppelt schwer“, sang Tenor Hermann Munkelt (Bild), worauf der Chor betonte: „Ein bisschen Freude braucht der Mensch.“ Das bewies er gleich mit einem frisch-fröhlichem Potpourri aus der Operette „Maske in Blau“.

 Die Bläser hatten den musikalischen Nachmittag mit dem Berner Marsch eröffnet. Der große deutsche Couplet-Sänger Otto Reutter (1870 bis 1930) verfasste einst das humorvolle Lied „Nehm’n Sie ’nen Alten“. Solist Munkelt gab diesen Ratschlag an die Frauen im Publikum weiter. „Der ist froh, wenn Sie‘n behalten“, sang er und weiter: „Bei jedem Busserl ist’s vielleicht das letzte Mal“. Lachend quittierten die Gäste das Lied mit Beifall. Und zum Ausklang, das ist schon Tradition, sangen alle das Loblied auf ihre Heimatstadt – „Min Hiärsebrauk“ – verfasst von Pfarrhaushälterin Maria Grönebaum in plattdeutscher Mundart.

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