Craemer-Erweiterung auf den Weg gebracht
Archivbild: Bitter
Entlang der Bundesstraße 64 und der Bahntrasse erstreckt sich das Firmengelände des Unternehmens Craemer. Im südöstlichen Bereich soll es erweitert werden.
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Am kommenden Montag muss nun noch der Regionalrat dafür stimmen, das Verfahren zu erarbeiten. Am Herzebrocker Firmensitz von Craemer sind die drei Betriebszweige Metallumformung, Kunststoffverarbeitung und Werkzeugbau vereint. Damit das auch in Zukunft so bleiben kann, „hat die Firma Craemer dargestellt, dass mittel- bis langfristige Betriebserweiterungen notwendig werden“, erläuterte die Gemeindeverwaltung im Sommer.

Konkret geht es um eine Fläche von 2,2 Hektar, die direkt südöstlich an das bestehende Firmengelände entlang der Bundesstraße 64 angrenzt. Es ist der günstigste Bereich für eine Erweiterung des Unternehmens, weil er sich auf der vom Ort abgewandten Seite befindet.

Der bisherige Grünzug soll künftig im Regionalplan als „Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzung“ dargestellt werden. Gleichzeitig sollen derzeit als Gewerbe- und Industriesiedlungsbereiche ausgewiesene Flächen des Regionalplans südwestlich des Betriebsgeländes zum Ausgleich zurückgenommen werden. „Diese Bereiche sollen dem Freiraum (Fläche zur Landschaftsentwicklung) wieder zugeführt werden“, heißt es von der Bezirksregierung.

Die Gemeinde unterstützt die Planungen. Nach einstimmigem Ratsbeschluss hatte sie die Bezirksregierung im Juli in einem Änderungsbegehren um den Flächentausch gebeten.

Bereits in seiner Sitzung im Januar 2014 hatte der Rat beschlossen, den Flächennutzungsplan zur Erweiterung der gewerblichen Baufläche im Südosten des Ortsteils Herzebrock zu ändern. Dabei ging es aber zunächst nur um die Umwandlung der bisherigen Areale für die Forstwirtschaft in gewerbliche Baufläche.

Stadtplanerin Maren Dinter vom Planungsbüro Tischmann und Schrooten hatte damals auf mögliche Schwierigkeiten verwiesen, denn der betroffene Grünzug sei im neuen Landesentwicklungsplan ein verbindliches Ziel. Der von der Planung betroffene Waldkorridor hat derzeit noch eine Breite von rund 220 Metern und würde sich auf etwa 120 Meter verringern. „Es ist davon auzugehen, dass der verbleibende Korridor die Waldfunktion weiterhin vollständig übernehmen kann“, hieß es jetzt von der Bezirksregierung.

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