Craemer übernimmt Firma in Attendorn
Archivbild: Bitter
Prägnant sind die Craemer Silos an der Bundesstraße 64 in Herzebrock, dem Stammsitz des Unternehmens.
Archivbild: Bitter

Die familiengeführte Craemer-Gruppe konstruiert und fertigt im Geschäftsfeld Metallumformung großflächige Metallteile für die Automobilindustrie – insbesondere für den Fahrzeuginnenraum: Auto-Sitzschalen, Komponenten für Lehnen und Türen sowie Instrumententräger. Mit der Übernahme der SKA im Kreis Olpe erweitert Craemer sein Portfolio im Sitzbereich. Das rund 75 Mitarbeiter zählende Attendorner Unternehmen ist nach Angaben der Firma Craemer Spezialist für Präzisionsstanzteile mit Fokus auf Gurtsystem-Komponenten sowie Beschlags- und Verbindungselemente für Sitzstrukturen. Es verfügt über eine 25-jährige Zulieferer-Erfahrung in der Automobilindustrie und erwirtschaftete im Jahr 2014 ein Umsatzvolumen von 25 Millionen Euro. Das Unternehmen agiert weiter eigenständig, wird jedoch wie alle Gesellschaften der Gruppe künftig unter dem Namen Craemer firmieren.

Zur Craemer-Gruppe gehören mit dem Neuzuwachs fünf operative Gesellschaften in Deutschland, der Slowakei, Großbritannien und Frankreich sowie ein internationales Vertriebsnetzwerk. Stammwerk ist die 1912 gegründete Gesellschaft Paul Craemer in Herzebrock. Im Jahr 2014 erwirtschaftete die Gruppe mit rund 760 Beschäftigten, davon etwa 560 am Stammsitz, eine Gesamtleistung von rund 200 Millionen Euro.

Auch in Herzebrock plant Craemer Betriebserweiterungen. Deshalb standen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats sowohl eine Änderung des Flächennutzungsplans als auch die Aufstellung eines Bebauungsplans auf der Tagesordnung. Die Ratsmitglieder fassten dazu einstimmige Beschlüsse. Im Flächennutzungsplan werden bisherige Bereiche für die Forstwirtschaft in gewerbliche Baufläche umgewandelt. Gleichzeitig wird südwestlich des bereits baulich genutzten Areals gewerbliche Baufläche aufgehoben und im Flächennutzungsplan als Grünbereich zur Landschaftsentwicklung dargestellt. Parallel dazu läuft das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Craemer-Erweiterung II“. Diese Maßnahmen dienen der Standortsicherung der Firma Cramer und sollen die Betriebserweiterungen ermöglichen, wie aus der Vorlage der Gemeindeverwaltung hervorgeht.

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