Denk-Mal-Stein setzt Zeichen für Europa
Bild: Frielinghaus
Bei der Übergabe des Denk-Mal-Steins Europa an die Gemeinde Herzebrock-Clarholz: (v. l.) Leana Kammertöns, Leiterin von Europe Direct im Kreis Gütersloh, Axel Füchtenkort, Bürgermeister Marco Diethelm und Maria Füchtenkort-Frimmersdorf.
Bild: Frielinghaus

Das 100. Exemplar des sogenannten Denk-Mal-Steins, den das Ehepaar selbst entworfen hat, nahm Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) am Mittwoch im Rathaus entgegen.

Botschaft ist aktueller denn je

Geschrieben stehen auf dem Stein die Worte: Rechtsstaat, Toleranz, Demokratie und Freiheit. Sie werden umrahmt von den Sternen Europas, die für die Werte Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Mitgliedsstaaten stehen. Das Wappen der Gemeinde ist ebenfalls auf der Messingplatte zu sehen. Ebenso die Worte „Dafür stehen wir in Herzebrock-Clarholz“. Eine Botschaft, die zur Europawahl am Sonntag, 26. Mai, aktueller nicht sein könnte, sagte Axel Füchtenkort.

Das sah auch Diethelm so, der sich über das Geschenk freute. „Europa ist ein wichtiges Thema – auch in Herzebrock-Clarholz“, betonte er und verwies darauf, dass zwischen den Mitgliedsstaaten seit 73 Jahren Frieden herrsche. „Das hat es vorher noch nie gegeben“, so der Bürgermeister. Eine unglaubliche Leistung, die es zu bewahren gelte. „Für uns als Nachkriegsgeneration ist Frieden selbstverständlich. Das ist er aber nicht“, fügte Axel Füchtenkort hinzu. Die Basis dafür seien die Verfassung und die parlamentarische Demokratie in Europa. Ihre Werte müssten erkannt und verteidigt werden. Denn in der heutigen Zeit gebe immer wieder Menschen, die versuchten, die parlamentarische Demokratie in Europa zu stürzen.

Menschen suchen einfache Antworten

Die Gesellschaft habe sich gewandelt. Die Menschen wollten einfache Antworten auf ihre Fragen. „In Gesprächen wird oft nur noch an der Oberfläche gekratzt. Das muss sich ändern“, sagte Maria Füchtenkort-Frimmersdorf. Es sei wichtig, verschiedene Ansichten zu hinterfragen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. „Sich zurückzulehnen, funktioniert heute nicht mehr“, pflichtete Füchtenkort seiner Frau bei.

„Europa bekommt meistens die Schelte. Das Gute wird oft nicht gewürdigt“, sagte Diethelm. Er räumte ein, dass Europa zwar eine Erfolgsgeschichte sei, es aber nichtsdestotrotz Probleme gebe. Die müssten angesprochen und gelöst werden. Leana Kammertöns, Leiterin von Europe Direct im Kreis Gütersloh, sagte, man müsse die Aufmerksamkeit auf das Positive lenken.

SOCIAL BOOKMARKS