Diskussion um Einzelhandel in Clarholz
Bild: Schäfer
Diskussionsrunde: (v. l.) Manfred Nöger, Tanja Schrooten, Ralf Rickel, Ralf Düspohl, Rodger Wiethoff und Franz-Josef Tegelkamp.
Bild: Schäfer

Es ging um die Bebauungspläne Nummer 213 Clarholz-Mitte und 260 Schlösserweg, die zwei Planer in den Mittelpunkt des Abends stellten. Mit rund 170 Gästen war der Informations- und Diskussionsabend rund um die Entwicklung im Ortsteil Clarholz in der Aula der Wilbrandschule gut besucht. In ihren umfassenden Beiträgen lagen die Planer Ralf Düspohl vom Ingenieurbüro Röver und Tanja Schrooten vom Büro Tischmann und Schrooten eng an den Informationen, die sie bereits in der Sitzung des Planungsausschusses Anfang März gegeben hatten („Die Glocke“ berichtete am 16. und 17. März).

„Die Kaufmannschaft kann sich solchen Herausforderungen durchaus stellen“, nahm Ralf Rickel als Vorsitzender des Gewerbevereins zum Auftakt Stellung. Er sah die deutliche Überschreitung der Kaufkraft vor Ort allerdings kritisch. „Der Kernpunkt ist die Verkehrsproblematik“, so Rickel. Die hatte Planer Ralf Düspohl im Blick und stellte letztlich heraus, dass der Neubau eines Einzelhandels an der Lindenstraße sich relativ unproblematisch gestalte. „Dort sind die zusätzlichen Verkehre schadlos abzuwickeln“.

Nicht ganz so einfach stufte er die Ansiedlung auf dem Schlösser-Areal ein. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch im untergeordneten Netz zu einer Zunahme des Verkehrs kommt“, mutmaßte der Planer. Zu diesem Netz zählen Kirch- und Schulstraße. Im „schlimmsten Fall“ rechne er da mit einer zusätzlichen Belastung zwischen 30 und 50 Fahrzeugen pro Stunde, so dass sich eine Frequentierung bis zu 180 Fahrzeugen pro Stunde ergeben könne.

Insbesondere die Kirchstraße war Thema weiterer Beiträge von Zuhörern, die die Sicherheit der Schulkinder gefährdet sahen. Denn die Kirchstraße zählt zum Schulwegeplan der Gemeinde, wie Rodger Wiethoff als Konrektor der Wilbrandschule und Verkehrssicherheitsberater anmerkte. Er betonte, dass man einer Ansiedlung mit sehr viel Sorgen entgegensehe.

Tanja Schrooten war es unter anderem wichtig, den aktuellen Planungsstand zu erläutern. „Wir sind eigentlich noch vor der ersten Beteiligung von Bürgern und Behörden“, stellte sie fest. Insgesamt gebe es an zwei Stellen im Planungsverlauf die Chance, Stellung zu beziehen. Abgeschlossen sei das Verfahren erst mit dem Satzungsbeschluss durch den Rat.

SOCIAL BOOKMARKS