Drei Heimatvereine feiern am Dreiländereck
Bild: Stempfle
Am 25. März 1994 ist der Stein auf der Grenze von Clarholz, Beelen und Lette errichtet worden. Die Heimatvereine der drei Orte wollen die gute Nachbarschaft nächste Woche mit einem Sternmarsch und einem anschließenden Beisammensein feiern.
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Zum einen treffen dort, an einem Wirtschaftsweg, der von der Letter Straße abgeht, die Grenzen der drei Ortschaften zusammen, zum anderen die Regierungsbezirke Detmold und Münster. „Dort liegt auch die Grenze der Bistümer Münster und Paderborn“, weiß Bernhard Schürhörster.

Der Vorsitzende des Beelener Heimatvereins war Mit-Initiator der gemeinsamen Veranstaltung, die die Heimatfreunde der drei Orte auf die Beine gestellt haben. Zwei Jahre hat die Planung für den Sternmarsch gedauert – der Grund dafür waren zahlreiche Terminüberschneidungen bei den Vereinen. Jetzt ist ein Datum gefunden. Am Mittwoch kommender Woche machen sich alle Interessierten auf den Weg, um gemeinsam am Grenzstein die gute Nachbarschaft zu feiern.

Nicht alle, aber viele Teilnehmer starten am späten Nachmittag in den einzelnen Orten, um sich dann gegen 18 Uhr am Grenzstein zu treffen. Die Beelener zum Beispiel fahren um 17 Uhr mit Fahrrädern an der Gaststätte Zum Holtbaum los. Für die Clarholzer ist keine Gruppenfahrt geplant. Sie treffen sich um 18 Uhr direkt am Dreiländereck.

Geplant sind einige kurze Grußworte, die an die Geschichte des Steins erinnern. Der Abschluss findet auf dem Hof Josef Rüschenschulte, Letter Straße 30, statt. Für die Bewirtung zeichnet der Heimatverein Beelen verantwortlich. „Alle Bürger sind eingeladen, den geschichtsträchtigen Ort zu besuchen“, betont Bernhard Schürhörster.

Die Idee zur Erstellung eines Grenzsteins hatte im Jahr 1993 die Wagengemeinschaft „Blume Blüh“. Die Clarholzer haben den aus Baumberger Sandstein bestehenden Stein auf ihrem prächtig geschmückten Wagen beim Clarholzer Erntedankumzug mitgeführt. Am 25. März 1994 wurde er unter den Augen von zahlreichen Gästen – unter ihnen die damaligen Vorsitzenden der drei Heimatvereine, Heinrich Schürmann (Clarholz), Heinrich Spliethoff (Lette) und Werner Uekötter (Beelen), sowie der Vorsitzende der Erntedankgemeinschaft Clarholz-Sundern, Hubert Topp-Tegelmeister – von der Politik enthüllt.

Als Würdenträger schritten die Bürgermeister Gottfried Pavenstädt, Hermann-Josef Kersting (Lette) und Josef Aulenkamp (Beelen) zur Tat. Schon damals wollten die Organisatoren den Grenzstein nicht im wörtlichen Sinn verstanden wissen, denn die Bevölkerung „kümmert sich nicht um Grenzen, denn wir kommen sehr gut miteinander aus“.

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