Drei Konzepte für die Urnenbeisetzung
Bild: Walkusch
Ein lilafarbenes Band an der Buche markiert den Ort für eine mögliche Baumbestattung. Auf einer Stele werden die Namen der Begrabenen verewigt. Karl-Hermann Schlepphorst, Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) und Evelyn Belger von der Gemeindeverwaltung stellten jetzt drei neue Möglichkeiten der Urnengräber vor. 
Bild: Walkusch

Die Nachfrage nach Urnengräbern sei in den vergangenen Jahren rasant angestiegen, erklärt Karl-Hermann Schlepphorst, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt in der Gemeinde. Habe diese Bestattungsform vor zwei Jahren noch ein Drittel der Beisetzungen ausgemacht, sei es mittlerweile die Hälfte. Bei dem bereits bestehenden Urnenfeld sind die Angehörigen wie auch bei anderen Gräbern für die Gestaltung zuständig. „Es gibt da keine Regelungen“, sagt Schlepphorst. Lediglich die Höhe des Grabmals sei mit 85 Zentimetern beschränkt.

Jetzt kommen drei neue Möglichkeiten der Bestattung hinzu. Sie alle haben eins gemein: Der Pflegeaufwand verringert sich zum Teil deutlich. Zudem kann die Friedhofsverwaltung zumindest bei zwei Formen Lücken auf dem alten Friedhof schließen. Dort sollten sich die Bestattungen möglichst konzentrieren, sagt der Fachbereichsleiter. Denn dieser Kern werde wohl auch noch in ferner Zukunft erhalten bleiben. Dort, wo früher ein Familiengrab war, ist nun Platz für die Bestattung von 16 Urnen geschaffen worden. Acht Quadrate bieten die Möglichkeit für Doppelgräber. Sie müssen gärtnerisch gestaltet und bepflanzt werden. Durch einen Grünstreifen in der Mitte können auch die hinteren Flächen erreicht werden.

Weniger Aufwand bei der Pflege ist bei einem Urnen-Reihengrab erforderlich. Auch das befindet sich an einer Stelle, wo ehemals eine Familie begraben wurde. Den historischen Stein hat die Friedhofsverwaltung erhalten. Jede Grabstätte erhält einen einheitlichen Pultstein mit dem Namen und den Lebensdaten. Die gärtnerische Gestaltung übernimmt die Verwaltung. Doppelgräber sind möglich, aber nicht Voraussetzung.

Lilafarbene Bänder zieren einige Buchen im Waldstück zur Fürst-Adolf-Straße. Dort sind Baumbestattungen möglich. „Die Birken in diesem Bereich werden weggemacht“, erklärt Schlepphorst. Sie wüchsen zu schnell und verdrängten die Buchen. Bereits jetzt ist dort Platz für etwa 100 Gräber, acht Urnen pro freistehendem Baum. Auf einer Stele werden auf kleinen Metallplatten die Namen der Verstorbenen vermerkt. Für die Baumbestattung gebe es bisher erst eine Anfrage von Anwohnern, so der Fachbereichsleiter. Solange noch genügend Plätze zur Verfügung stünden, könne man sich auch Reservierungen vorstellen.

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