Drei Platanen sollen Neubau weichen
Bild: Reinhardt
Das geplante Wohn- und Geschäftshaus mit der Anschrift Debusstraße 14 soll direkt an das Gebäude angrenzen, in dem sich der Friseursalon Kiffmeier befindet.
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Das Gebäude soll direkt an das Haus angrenzen, in dem sich der Friseursalon Kiffmeier befindet. Nachdem der Planungsausschuss in einer Sitzung im April bereits grünes Licht für das Bauvorhaben gegeben hatte, stand das Thema am Montagabend auch beim Bau- und Umweltausschuss auf der Tagesordnung. Diesmal ging es konkret um die drei Platanen, die das Grundstück zur Debusstraße begrenzen.

„Die Platanen in unmittelbarer Nähe des geplanten Wohn- und Geschäftshauses haben ihr Wurzelwerk mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend in Richtung der bislang offenen und zukünftig für die Bebauung vorgesehenen Fläche ausgebildet“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung. Die Wurzeln der Bäume mit einem Stammumfang von 90 bis 125 Zentimetern, einer Höhe von rund 15 Metern und einem Kronenumfang von acht bis neun Metern würden durch die Baumaßnahmen in erheblichem Maß beschädigt.

Das sahen auch die Ausschussmitglieder so. Sie sprachen sich deshalb einstimmig für das Fällen der Bäume aus. Die Kosten dafür habe der Bauherr ebenso zu tragen wie für die Nachpflanzung. Wo genau die erfolgen soll, möchte der Ausschuss neu beraten, wenn der Bau abgeschlossen ist. „Die Bäume können während der Bauphase wohl nicht erhalten bleiben, deshalb macht eine Fällung Sinn, obwohl ich sonst immer dafür bin, Bäume zu erhalten“, sagte beispielsweise SPD-Ratsherr Erich Bäcker. Die anderen Ausschussmitglieder sahen das ähnlich.

Diskutiert wurde auch über eine andere Anordnung der bisher sieben Stellplätze. Diesbezüglich fällte der Ausschuss allerdings noch keine endgültige Entscheidung.

In dem geplanten zweigeschossigen Gebäude mit zusätzlichem Vollgeschoss im Dachbereich sollen im Erdgeschoss etwa 370 Quadratmeter gewerblich genutzte Flächen entstehen. Im Ober- und Dachgeschoss sind insgesamt acht barrierefreie Wohnungen geplant. Das Erdgeschoss soll zur Debusstraße und zum Paul-Craemer-Platz überwiegend transparent verglast werden.

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