Einige Schüler hätten gern eigene Hühner
Die Ei-Größe lässt nicht unbedingt Rückschlüsse auf die spätere Größe des Tiers zu. Tobias Liermann (links) und Heino Pohlmeyer beleuchteten in der Wilbrandschule viele Themen rund um das Ei und das Huhn.

 „Diese Woche war eine richtige Erlebniswoche“, stellte Martina Tietz, Klassenlehrerin der 2 a, fest. Schon in den Tagen zuvor hatten die Schüler im Unterricht den Aufbau eines Hühnereis untersucht und sich so auf den Besuch der Züchter Tobias Liermann und Heino Pohlmeyer vorbereitet. Ihnen wollten sie letzte, offene Fragen stellen.

Brutmaschine in der Schule

Anlass für die Unterrichtsreihe waren Berichte von Lenja Pohlmeyer im Unterricht gewesen. Sie hatte in den Schulstunden von geschlüpften Küken auf dem heimischen Hof erzählt. Auf Nachfrage von Martina Tietz erklärte sich Rassegeflügelzüchter Heino Pohlmeyer sofort bereit, die Schule zu unterstützen und stellte eine Brutmaschine zur Verfügung. So konnten die Kinder 21 Tage lang beobachten, wie sich die Eier entwickelten und schließlich die Küken schlüpften.

Nicht nur für die Zweitklässler wurde die Brutmaschine zu einer Sehenswürdigkeit. Auch Jungen und Mädchen aus den anderen Klassen beobachteten gespannt das Geschehen. Zudem sorgte der Besuch von Tobias Liermann und Heino Pohlmeyer in der Wilbrandschule für großes Aufsehen. Was bestimmt die braune, was die weiße Eifarbe? Warum haben Wachteleier Punkte? Was passiert in der Rassegeflügelzucht? Können aus Supermarkteiern auch Küken schlüpfen?

Zwei Fachleute stehen Rede und Antwort

Fragen über Fragen stellten die Kinder neugierig an die Experten. Gemeinsam fand man die richtigen Antworten. Das ein oder andere Huhn durfte dabei als Anschauungsobjekt nicht fehlen. Erstaunen machte sich breit, als Liermann schließlich eine Pute präsentierte, die viele Schüler zuvor noch nie aus der Nähe gesehen hatten. „Da sieht man mal, dass ein Küken nicht unbedingt klein bleiben muss“, gab Tobias Liermann zu bedenken. Immer mehr Menschen interessierten sich dafür, woher die Lebensmittel stammen. In den „Hühnerdörfern“, die auch im Kreis Gütersloh zu finden seien, sei das nicht ungewöhnlich. Gerade daher sei die Thematik für den Unterricht von besonderer Bedeutung.

Die etwas andere Art von Unterricht begeisterte die Schüler. „Viele Eltern stehen jetzt schon unter Druck. Die Kinder wünschen sich Hühner“, sagte Martina Tietz zu den ersten Reaktionen. Interessenten können sich auf der Jugendseite der Rassegeflügelzüchter in Westfalen-Lippe über die verschiedenen Hühnerrassen näher informieren.

SOCIAL BOOKMARKS