Einzelhandel im Ortskern soll bleiben
Bild: Bitter
Anhand von Karten erläuterte Planerin Annika Ditges (Mitte) vom Bielefelder Büro für Stadt- und Grundstücksentwicklung beim Arbeitforum Vorschläge für die Verschönerung des Ortskerns.
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Den Startschuss gab ein Büroforum in der Mensa der Von-Zumbusch-Schule, bei dem sich vier Arbeitskreise zur Bürgerbeteiligung bildeten. Eine Internetseite – www.ortskern-herzebrock.de – steht offen, „damit jederzeit Ideen nachgereicht werden können“, sagte Bürgermeister Marco Diethelm (CDU).

„Ortskern soll noch schöner werden“

Ein zweites Bürgerforum folgt nach der Sommerpause. Zwischendurch beschäftigt sich auch der Planungsausschuss des Gemeinderats mit dem Thema, damit das Versprechen Carsten Lottners vom Büro Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklung (DSK) in Erfüllung geht: „Wir wollen den Ortskern noch schöner machen, als er ist.“

Der Büroleiter bezeichnete Herzebrock als kompakten Ortsteil, wobei Nachverdichtung immer gefragt sei. Die Städtebauförderung lege den Schwerpunkt auf Bestandsentwicklung. Lottner hielt es für wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, „damit es Einzelhandel auch künftig noch gibt“.

Das sei keine Vorbereitung von Baubauungsplänen, beruhigte er. Wunsch des Redners: Rewe an der Debusstraße möge nach Jahrzehnte im Ortskern bleiben, hoffentlich in Zukunft auch mit Wohnungen darüber. Zum Immobilienbestand meinte der DSK-Vertreter, es bestehe hoher Sanierungsbedarf mit Blick auf die Energetik (wärmedämmende Fenster und Dämmung der Dächer).

Platz eignet sich für Einzelhandel

Den Bahnhaltepunkt an der Bundesstraße wertet Stadtplaner Roger Loh vom Büro Tischmann-Loh in Rheda als Kommunikations-Knotenpunkt und ein Pfund, das die Herzebrocker in den Händen behalten sollten. Wenn der Paul-Craemer-Platz – „der einzigen Platz, den wir haben“ – sich für kleinteiligen Einzelhandel eigne, brauche er Verbindung zum Kirchring.

Loh: „Der Klostergarten ist ein tolle Anlage, die Kleine Putz ein hervorgehendes Naherholungsgebiet.“ Am Fuhrmannnsplatz macht der Fachmann „strukturelle Engstellen“ aus. Gefallen findet er an der Qualität der ausgeprägten Fußwegeverbindungen, um schnell von A nach B zu kommen.

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