Energie-Drinks für Jugend-forscht-Jury
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Freuen sich auf den Wettbewerb am Samstag in Herford: (v. l.) Svenja Meyer, Agnieszka Borkowski, Zoe Blömer und Emy-Lee Farmer mit Chemielehrerin Marita Post.
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 „Am Anfang hatten wir im Chemie-Unterricht Schwierigkeiten, deshalb wollten wir etwas entwickeln, um dieses Fachgebiet besser kennenzulernen“, erzählt Emy-Lee Farmer. Gemeinsam mit ihrer Klassenkameradin Zoe Blömer (14) hat die 13-Jährige ein Brettspiel entwickelt, das maximal vier Mitspielern das Fach Chemie spielerisch näher bringen soll, „denn es macht doch viel mehr Spaß, etwas im Spiel zu lernen, als stumpf Formeln zu pauken“, findet Emy-Lee.

„Das fantastische Chemie-Labor – D. F. C. L.“, so haben die beiden Mädchen ihr Spiel genannt, bei dem es gilt, sich möglichst viele Sammelkarten zu sichern. Die sind nach verschiedenen chemischen Stoffen benannt und behalten darf man sie nur, wenn man auch erklären kann, worin diese Stoffe enthalten sind. Neon beispielsweise in Scheinwerfern, Lasern und Spannungsprüfern, Silber in Filmen, Schmuck und Spiegeln. Zum Spiel zählt auch ein Experimentierset, denn während der Runden müssen auch verschiedene Versuche ausprobiert werden. Da geht es zum Beispiel um die Löslichkeit von Öl und Wasser oder um das Absenken des Gefrierpunkts mit Hilfe von Salz.

„Ich kann mir gut vorstellen, das Spiel in den Unterricht aufzunehmen und von Chemieanfängern spielen zu lassen“, sagt Marita Post. Die Lehrerin unterstützt die Schülerinnen bei ihren Projekten, die sie seit den Sommerferien in Marita Posts Jugend-forscht-Arbeitsgemeinschaft entwickelt haben. Dort ist auch das zweite Projekt entstanden, bei dem es um Energy-Drinks geht.

„Energy-Drinks – eine Gefahr für Jugendliche?“ haben Agnieszka Borkowski (13) und Svenja Meyer (15) ihr Projekt überschrieben. Die im Handel erhältlichen Getränke enthalten alle die Stoffe Taurin und Koffein. Das sei gesundheitsschädlich und habe in Einzelfällen bei Jugendlichen sogar schon zum Tod geführt, haben Agnieszka und Svenja im Internet recherchiert. Deshalb wollten sie ein Getränk entwickeln, dass frei von Koffein und Taurin ist, trotzdem wach hält und fit macht.

Für diese Effekte sollen bei dem Getränk der Achtklässlerinnen Zitrone, Magnesium und Traubenzucker sorgen. Die Grundlage bilden Mineralwasser und Apfelsaft. „Je nach Geschmack, ist aber auch jeder andere Fruchtsaft möglich“, sagt Agnieszka. „Wir haben das Getränk in der siebten Stunde getestet und fanden schon, dass wir uns danach wieder besser konzentrieren konnten“, sagt Svenja. Von der Wirksamkeit kann sich am Samstag in Herford dann auch gleich die Jury überzeugen.

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