„Es geht um Bedürftigkeit, die kaum einer sieht“
Bild: Schäfer
Vorstand und Geistlichkeit dankten den verdienten Mitarbeiterinnen der Konferenz, die in den Ruhestand verabschiedet wurden: (hinten v. l.) Hedwig Ewerszumrode vom Leitungsteam, Maria Elbracht, Elisabeth Goldkuhle, Margret Dresmann, Marianne Beckheinrich, Christa Berhorn, Irmgard Wördemann, Diakon Arnold Stuckstätte, Vorsitzende Lucia Herfert, (vorn v. l.) Hilde Mahne, Margret Prövestmann, Doris Kammann, Margret Brand und Thea Reckendrees.
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Die Konferenz, der rund 160 Mitglieder – darunter auch knapp zehn Männer – angehören, feierte den Elisabeth-Tag. Denn Elisabeth von Thüringen gilt als Caritas-Heilige, weil sie besonders den Armen zugetan war. Diesen Menschen gilt nach wie vor das besondere Augenmerk der Caritas. Auch wenn das niemand mehr so formuliert: „Es geht viel um die ganz normale Bedürftigkeit, die kaum einer sieht“, sagte die Vorsitzende Lucia Herfert. Ein Beispiel von vielen sei die alleinerziehende Mutter mehrerer Kinder, wenn der Vater keinen Unterhalt zahle. „Schulsachen, Schuhe und anderes müssen trotzdem finanziert werden.“ Nach der Messe kamen viele Mitarbeiter zum gemeinsamen Frühstück ins Pfarrzentrum. Da wurde geplaudert und gelacht. Lucia Herfert ergriff die Gelegenheit, verdiente Mitarbeiterinnen in den Mittelpunkt zu stellen. Einige wurden für jahrzehntelanges Engagement geehrt. Zu ihnen gehörte Gerda Vennekötter. „Du hast in den 40 Jahren deiner Zugehörigkeit einen Bezirk betreut und auch dort gesammelt“, sagte die Vorsitzende. Krankenbesuche und Einsätze bei unzähligen Pfarrfesten gehörten ebenso zu Vennekötters Aufgaben. Auch Hilde Mahne wurde für mehr als vier Jahrzehnte Dienst bei der Caritas Dank gesagt. Sei war in der Hauspflegehilfe tätig, betreute einen Bezirk und war ebenfalls zu Pfarrfesten aktiv. Beide Frauen geben ihre Aufgaben jetzt in andere Hände. „Mit Elisabeth Bilke ehren wir eine der vielseitigsten Mitarbeitrinnen“, sagte Lucia Herfert. Ob als Schriftführerin, Betreuerin eines Bezirks oder Sammlerin: „Auch nach 40 Jahren macht Elisabeth noch weiter“, freute sich die Vorsitzende. Seit bereits 55 Jahren ist die Ehrenvorsitzende Lucie Beuckmann dabei. Zwar sei sie für ihre unermüdliche Arbeit schon mehrfach ausgezeichnet worden, aber: „Wir möchten noch einmal Dank sagen für deine vorbildliche Mitarbeit“, sagte Lucia Herfert. „Du bist trotz gesundheitlicher Einschränkungen immer dabei, wenn es nötig ist.“

Mitarbeiterinnen der Caritaskonferenz Herzebrock, die über Jahre als Sammlerinnen aktiv waren, wurden im Rahmen der Elisabeth-Feier verabschiedet. Eine Mehrzahl von ihnen war noch zweimal im Jahr unterwegs und hat bei den Haushalten um Unterstützung für die Arbeit der Caritas gebeten. Seit einigen Jahren findet die Haussammlung der Caritas Herzebrock nur noch einmal jährlich – im Sommer – statt. Das verschafft dem Vorstand jetzt noch ein wenig Zeit, sich in einigen Sammelbezirken, davon gibt es in Herzebrock mehr als 100, um eine Nachfolge zu kümmern. Zum Großteil regelten die Sammlerinnen, die ihren Bezirk abgäben, das allerdings selbst, sagte die Vorsitzende Lucia Herfert. Sie dankte im Namen aller Anwesenden und des Leitungsteams den Frauen für ihren Einsatz. Diese erhielten Blumen, Urkunde und ein Buchpräsent. Verabschiedet wurden folgende Sammlerinnen: Marianne Beckheinrich (nach 8 Jahren), Christa Berhorn (27 Jahre), Margret Dresmann (7 Jahre), Maria Elbracht (19 Jahre), Elisabeth Goldkuhle (27 Jahre), Doris Kammann (26 Jahre), Maria Krekeler (18 Jahre), Margret Prövestmann (19 Jahre), Juliane Quante (9 Jahre), Thea Reckendrees (34 Jahre), Margret Brand (14 Jahre) sowie Irmgard Wördemann (13 Jahre).

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