Farbenprächtiger Erntedank in Clarholz
Bild: Reinhardt
Dicht gedrängt stehen die Zuschauer an der Lindenstraße. Nicht nur an dem Wackeldackel von „Blume blüh“ haben sie ihre helle Freude.
Bild: Reinhardt

 „Es soll ja längere Umzüge in Deutschland geben, aber sicher keine schöneren“, sagte Karl-Heinz Grundmann. Und schließlich komme es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an. Der ehemalige Ortsvorsteher moderierte den Clarholzer Erntedankumzug in diesem Jahr zum 20. Mal und will damit seinen Abschied nehmen. Sein Co-Moderator, der Vorsitzende der Erntedankgemeinschaft Clarholz-Sundern, Franz-Josef Tegelkamp, muss sich somit einen anderen Mitstreiter suchen. Die beiden Moderatoren begrüßten wieder zahlreiche Ehrengäste in Clarholz – unter ihnen auch Landrat Sven-Georg Adenauer und Bürgermeister Jürgen Lohmann (beide CDU) sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete.

 „Erntedank geht jeden etwas an“, betonte Franz-Josef Tegelkamp. Es liege nicht allein in der Hand des Menschen, über ausreichend Nahrung zu verfügen. Deshalb gelte es, alle Jahre wieder seit Jahrhunderten zum Erntefest Dankbarkeit und Demut zu zeigen.

Doch nicht nur Dankbarkeit wurde mit den prachtvollen Wagen zum Ausdruck gebracht. Das 100-jährige Bestehen der Firma Claas wurde ebenso thematisiert, wie der 40. Geburtstag der Sesamstraße und 150 Jahre Deutsches Rotes Kreuz. Micky Maus drehte sich auf einem Wagen, und ein Hubschrauber aus Blüten schien zum Abheben bereit. Die Imker präsentierten ihre Honigkönigin, und die Kolpingsfamilie hatte sich in einen Indianerstamm verwandelt.

 „Das sind ganz tolle Wagen. So wunderschön habe ich mir den Umzug nicht vorgestellt“, sagte eine Zuschauerin, die zum ersten Mal nach Clarholz gekommen war, staunend. Zehntausende hatten sich vom wolkenverhangenen Himmel nicht abschrecken lassen und säumten dicht gedrängt die Straßen. „Die Sonne macht sich zwar rar, umso mehr leuchten dafür die Blumen und Früchte“, sagte Karl-Heinz Grundmann.

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