Faulturm braucht noch eine Prüfung
Bild: Schäfer
Den neuen Aufenthalts- und Versammlungsraum für die insgesamt elf Mitarbeiter präsentiert Oliver Beermann, Leiter des Klärwerks.
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Mehrfach war die Fertigstellung der Klärwerk-Sanierung verschoben worden. Inzwischen ist sie so gut wie abgeschlossen. Elektriker sind vor Ort, um Restarbeiten zu erledigen. Dann fehlt nur noch ein Puzzleteil, um die Anlage in der Gesamtheit zum Laufen zu bringen: „Eine Dekra-Abnahme des Faulturms steht noch aus“, so Beermann. Ist das erledigt, werde auch „dieser Schalter noch umgelegt“. Knapp zwei Jahre hat die bauliche und technische Anpassung des Klärwerks gebraucht. Anlass war eine Steigerung der sogenannten Einwohnergleichwerte – sie errechnet sich aus tatsächlich an das Kananetz angeschlossenen Einwohnern und Industrieabwässern. Zwischenzeitlich leitet zwar ein größerer Verschmutzer aus der Fleischindustrie nicht mehr ein, aber „die Anlage war zum Teil 30 Jahre alt“, sagt Beermann. Rund 9,27 Millionen Euro flossen in die Sanierung des Klärwerks („Die Glocke“ berichtete mehrfach). Gemeinsam mit den weiteren zehn Mitarbeitern hat Beermann den Betrieb der Anlage bei gleichzeitiger Sanierung aufrecht erhalten. Ein teilweise aufwendiges Unterfangen, das ohne große Probleme geglückt ist. Dabei ist das Team nicht nur für das Klärwerk, sondern auch für das Kanalnetz, das Trinkwassersystem sowie mehr als 800 Pumpstationen zuständig. Ein System, das 365 Tage im Jahr überwacht und bedient werden muss. Inzwischen natürlich mit Hilfe von Technik, die jetzt auf dem neusten Stand ist. Auf den Bildschirmen in den Büros des erweiterten Betriebsgebäudes lassen sich unter anderem einzelne Werte des Abwassers auf seinem Weg ablesen oder auch die Funktion der großen Pumpwerke in der Gemeinde kontrollieren. „Zu meinen Anfangszeiten“, sagt Beermann, der bei der Gemeinde ausgebildet wurde, „mussten wir noch täglich zur Kontrolle rausfahren.“ Beim Rundgang erläutert der 46-Jährige, der seit 2014 die Leitung auf der Kläranlage hat, die Aufgaben der einzelnen Stationen, die dafür sorgen, dass der Verschmutzungsgrad des ankommenden Wassers – zum Teil noch Mischwasser – bis zu 98 Prozent abgebaut wird.

Mehr lesen Sie in der Glocke am 5. Januar.

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