Ferienprogramm ist gefragt wie nie zuvor 
Bild: Borgelt
Im Bauwagen: (v. l.) Leander Beckmann (8), Mia Damm (9), Künstlerin Simone Beckmann, Leon Landwehr (8), Lucas Streicher (9), Sinja Joy Pochmann (7) und Tony Kuhlmann (7).
Bild: Borgelt

Ein Besuch im Hallenbad gehört in beiden Wochen zum Programm. Die offene Ganztagsgrundschule, Trägerin ist die Volkshochschule (VHS) Reckenberg-Ems, bietet in den Herbstferien und Osterferien jeweils zwei Wochen Ferienbetreuung an. In den Sommerferien sind es drei Wochen. Kinder dürfen die Angebote in der Zeit von 7.30 bis 17 Uhr wahrnehmen.

„Es werden jedes Jahr mehr Kinder“, stellt Teamleiterin Christiane Geldmacher erfreut fest. Jetzt in den Herbstferien sind 56 Kinder angemeldet. Viele bleiben über Mittag.

Mitarbeiterinnen der offenen Ganztagsschule bieten Fadenziehen und Dosenwerfen an. Als Wahrsagerin kostümiert, sagt Christiane Geldmacher den Kindern schöne Ausflüge, Partys und Kinobesuche voraus. Leonie (6) und Nele Johanna, die an diesem Tag sieben Jahre alt wird, lauschen gebannt den Prophezeiungen. „Heute bekomme ich ganz viele Geschenke“, freut sich das Geburtstagskind.

Auf dem Tisch stehen Popcorn, Kekse und andere Naschereien, an denen sich die Kinder bedienen dürfen. Auf dem Schulhof lockt ein Parcours für Kettcars. Und erstmals steht dort der bunte Bauwagen der freien Künstlerin Simone Beckmann. Sie ist damit gerade von der Kunstausstellung „Face to Face“, die sie in Berlin mitgestaltete, zurückgekehrt. Simone Beckmann inspiriert die kleinen Künstler zu kreativen Werken.

Seit dem Sommer lebt die gebürtige Gütersloherin in Herzebrock-Clarholz. Ihr Atelier befindet sich nach wie vor in Harsewinkel. Ein weiteres entsteht in ihrer neuen Heimat. Simone Beckmanns Ziel ist es, Kinder für Kunst zu sensibilisieren und sie dazu zu motivieren, selbst schöpferisch tätig zu sein. Sohn Leander (8), der die Bolandschule besucht, ist auch dabei.

Jeweils fünf bis sechs Kinder finden an dem kleinen Tisch im bunten Bauwagen der Künstlerin Simone Beckmann Platz, um dort zu malen. Einige haben dabei stundenlang Geduld, andere nur wenige Minuten. Sie haben die Möglichkeit, sich an Themen zu orientieren oder „einfach zu machen, worauf sie Bock haben“, sagt die Künstlerin.

Bei gutem Wetter stellt Simone Beckmann auch Staffeleien auf dem Schulhof auf. Bei Regenwetter bietet sie gern Wasserfarben zum Malen an. Der Grund: Anschließend tauchen die Kinder ihre Werke in eine Wasserpfütze und beobachten, was passiert.

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