Freundeskreis bedauert Kündigung des Kapitelsaals
Eine moderne Marienskulptur des Künstlers Heinrich Gerhard Bücker hat der Freundeskreis Propstei Clarholz im vergangenen Jahr für das Klostermuseum erworben. Sie wird dort gezeigt. Darüber freuen sich die Vorstandsmitglieder (v. l.) Martha Franzgrote, Judith Ahlke, Angelika Reminghorst, Gottfried Pavenstädt und Johannes Meier.

In den 22 Vereinsjahren sei die Vision, das Propsteigebäude, die Gärten und das Umfeld des ehemaligen Prämonstratenserklosters zu einem Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum für Begegnung, historische Erinnerung und Kultur umzuwandeln, zur Realität geworden. Herzstück der kulturellen Arbeit und „eine Visitenkarte für Herzebrock-Clarholz“, so Pavenstädt, sei bislang der Kapitelsaal gewesen. Dieser war, wie berichtet, zum Jahresende durch das Fürstenhaus zu Bentheim-Tecklenburg gekündigt worden, das den Raum für eigene Zwecke nutzen will.

Trotz mehrerer Gespräche mit dem Fürstenhaus und der Gemeindeverwaltung sowie der Vorlage eines erweiterten Nutzungskonzepts sei die Kündigung nicht zurückgenommen worden, bedauerte Gottfried Pavenstädt. Kürzlich habe es indes die Zusage gegeben, dass der Kapitelsaal weiter für kulturelle Zwecke genutzt werden dürfe. Jedoch habe es noch keinen Austausch zu den Bedingungen gegeben. Es sei aber garantiert, dass der Raum im Rahmen öffentlicher Führungen weiterhin vorgestellt werden dürfe.

Zurzeit werden Renovierungsarbeiten ausgeführt, so dass der Kapitelsaal nicht für Trauungen zur Verfügung steht. 84 waren es im Jahr 2017, informierte Schatzmeisterin Martha Franzgrote. Der Kapitelsaal sei neben den Mitgliedsbeiträgen und Spenden eine der fundamentalen finanziellen Säulen des Vereins gewesen. Aufgrund der Kündigung entfielen künftig 40 Prozent der gesicherten Einnahmen. Diese seien vor allem in den Auf- und Ausbau des Klostermuseums reinvestiert worden. Neue Investitionen müssten ab sofort mit Augenmaß erfolgen, wobei der Verein mit einem gesunden Guthaben handeln könne, erklärte die Schatzmeisterin.

Zu den 2017 getätigten Investitionen zählt der Ankauf einer modernen Marienskulptur des Künstlers Heinrich Gerhard Bücker. Sie wird im Klostermuseum gezeigt. Die im Rahmen des „Ortskernfonds“ errichtete Gedenk- und Hinweisskulptur zum ehemaligen Kloster wurde durch das Land NRW gefördert.

Die Durchführung der geplanten Aktivitäten im laufenden Jahr sei auch nach der Kündigung des Kapitelsaals nicht gefährdet, gab Martha Franzgrote einen positiven Ausblick.

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