Für die Affentennis-Sieger sprudelt Sekt
Bild: Martinschledde
Fabienne Flaßkamp wusste bereits, wie man mit dem Siegersekt umgeht. Beim 24. Affentenniscup bejubelte sie mit dem „Team Louie“ den dritten Erfolg bei diesem Kultturnier auf Sand.
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Vorgestern präsentierte sich der Beachvolleyball-Spaß im Sand wieder so, wie ihn alle lieben – mit viel Sonne und noch mehr guter Laune. So lockte die Megasause in der Strohballen-Arena den ganzen Tag über wieder Tausende auf den Bolzplatz hinterm Hallenbad. Die Finalspiele am späten Abend verfolgten allein mehr als 1500 Fans. Mehr passen in das improvisierte Stadion nicht hinein. „Wegen Überfüllung geschlossen“, musste der Ordnungsdienst sagen.

 Die Stimmung rund ums Viereck war grandios. Angefeuert von Sprecher Thorsten Kellner jagte eine La Ola nach der anderen durch die Ränge, als es darum ging, wer den großen Pott mit nach Hause nimmt. Aber von vorn: Für die 24. Auflage hatten sich 40 Männer- sowie 20 Frauen-Teams angemeldet. Vom Vormittag an standen rund 150 Spiele auf dem Plan.

 Wie der Name „Affentenniscup“ schon sagt, steht beim Spiel drei gegen drei der Spaß im Vordergrund. Liga-Spieler sind deswegen gar nicht erst zugelassen. Wobei, das gilt nur für Volleyballer: Im Frauen-Finale standen mit den Reckendrees-Schwestern Pia, Eva, Magdalena und Katharina vier gestandene Tennisspielerinnen des TC Herzebrock im Sand. Die Erfahrung mit dem gelben Filzball münzte das Quartett im Match gegen die zweifachen Siegerinnen vom „Team Louie“ in eines der „besten Frauen-Endspiele der Cup-Geschichte“, so Thorsten Kellner, um.

Die Stammgäste Anna Betz, Fabienne Flaßkamp, Denise Kaup, Hannah Rüter und Ines Sieweke, ebenfalls aus der Affentenniscup-Gemeinde, hatten dagegen wieder fleißig das trainiert, worum es geht: Pritschen und Baggern im Sand. Unter lautstarker Anfeuerung beider Fan-Pulks setzten sie sich schließlich im dritten Satz durch und ihr Team-Name kommt zum dritten Mal auf den Wanderpokal.

 Nicht weniger spektakulär ging es im Männer-Finale zu. Sowohl die Rhedaer „Kuschelbärenbande“ mit Jan Frederik Brormann, Marvin Pytlik, Daniel Westermann und Patrick Zelichowski, als auch die Wiedenbrücker Wasserballer-Combo „Juventus Urin“ (Heiko Hasken, Marco Hasken, Timo Schulze Grachtrup, Joachim Just und Ulf Brockhoff) hatten das Turnier schon ein- beziehungsweise zweimal gewonnen. Das versprach einen Kampf der Extra-Klasse, bei dem die „Bären“ keineswegs kuschelten und schließlich in zwei knappen Sätzen gewannen. „Boah, damit hatten wir gar nicht gerechnet“, jubelte Patrick Zelichowski, als sich bei der Siegerehrung ein Konfettiregen samt Sektdusche über ihn und die anderen ergoss. Erstaunlich: Die Combo hatte zwar vorher trainiert, aber nie zusammen.

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