Gebühren für Trinkwasser bleiben stabil
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Seit 2005 sind die Preise für Trinkwasser in der Gemeinde Herzebrock-Clarholz stabil. Auch im kommenden Jahr zahlen Kunden der Gemeindewerke 1,38 Euro pro Kubikmeter Wasser.
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Damit sind die Gebühren im Trinkwasserbereich seit 2005 auf dem gleichen Niveau. Die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserversorgungssatzung wurde zuletzt am 10. Mai 1983 geändert.

Enormer Rückgang um 15 Prozent

Die gute Nachricht überbrachten Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) und der stellvertretende Betriebsleiter der Gemeindewerke Marco Schröder bei der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses. Erfreulich sei der stabile Preis, weil die von den Gemeindewerken verkaufte Menge an Frischwasser von 941 629 Kubikmetern im Jahr 2017 im Folgejahr auf 835 655 Kubikmetern (2018) gesunken sei. Grund für den enormen Rückgang der verkauften Frischwassermenge um rund 15 Prozent sei laut Diethelm, dass ein Großabnehmer abgesprungen war.

Bereits im März 2018 hatte die Betriebsleitung der Gemeindewerke die Lokalpolitik von der Verlagerung des größten trinkwasserabnehmenden Industriebetriebs im Gewerbegebiet in Kenntnis gesetzt. Schon damals hatte man davon gesprochen, dass der fehlende Deckungsbeitrag, der durch den zurückgehenden Wasserverkauf entstehen würde, durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden könne – etwa bei der Wasserförderung und aufgrund von reduzierten Kosten durch die Eigenförderung.

Kalkulation soll Aufschluss bringen

Eine Kalkulation der Steuerberatungsgesellschaft Accura-Janos aus Bad Oeynhausen bestätigt diese Einschätzung jetzt. „Die fehlenden Einnahmen können durch geringen Aufwand aufgefangen werden“, sagte Schröder in der Sitzung, der sich eigentlich eine Kostensenkung gewünscht hatte. Die Steuerberatungsgesellschaft Accura-Janos hatte im Auftrag der Gemeindewerke Herzebrock-Clarholz die Frischwassergebühren kalkuliert.

Basis für die Kalkulation waren die Aufwendungen und Erlöse aus dem zurzeit erarbeiteten Jahresabschluss des Jahres 2018. Darauf aufbauend wurden die Prognosezahlen für 2019 verwendet, um für den Kalkulationszeitraum 2020 die entsprechenden Frischwassergebühren zu berechnen.

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