Gemeinde prüft Maßnahmen-Katalog
Bild: Schäfer
Knapp eine Stunde haben Clara (12) und David (9) Pohlmeyer vom Clarholzer Birkenvenn benötigt, um die Regenbogenbotschaft auf ihrem Hof zu malen. Ein leuchtendes Zeichen in schwierigen Zeiten für Passanten, das Freude macht. Ein bisschen geholfen hat auch Mutter Susanne Pohlmeyer (Mitte).
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In Herzebrock-Clarholz gab es zu diesem Zeitpunkt 22 Infizierte und 9 von der Krankheit Genesene. „Somit bewegen wir uns nun wieder im Bundesdurchschnitt der akut infizierten Patienten. Dies verdanken wir der Mitwirkung infizierter Personen sowie der Bereitschaft aller Bürger, ihre Kontakte einzuschränken“, sagt Bürgermeister Marco Diethelm (CDU).

Ständig neue Aktualisierungen

In den vergangenen Wochen gab es Erlasse der NRW-Landesregierung, Allgemeinverfügungen der einzelnen Kommunen sowie Richtlinien vom Bund, die das Coronavirus möglichst effektiv an seiner Ausbreitung hindern sollen. Um mit den rasanten Entwicklungen Schritt halten zu können, wurden immer wieder Aktualisierungen, Änderungen und Anpassungen vorgenommen. Dabei blieben Einzelheiten für die Bürger und insbesondere für den Einzelhandel oftmals erklärungsbedürftig, zumal die konkreten Anweisungen nicht überall deckungsgleich seien, so Diethelm.

Alle Kommunen seien nun von der Landesregierung aufgefordert worden, möglichst einheitliche Regelungen zu treffen. Das soll auch die Arbeit der Polizei vereinfachen, die nun nicht mehr jede Allgemeinverfügung kennen muss.

Kommune hilft bei Fragen

„Wir passen gerade die Allgemeinverfügung an, da einige Punkte laut Weisung der Landesregierung bestehen bleiben sollen. Das heißt auch, dass weiterhin zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte geschlossen bleiben müssen“, erläutert Diethelm. Die Einzelhandelsgeschäfte, die nun wieder geöffnet werden dürfen, wie beispielsweise der Einzelhandel mit Baustoffen, dürfen dies nur, wenn sie die Hygienestandards des Robert-Koch-Instituts einhalten.

„Wir stehen allen Einzelhändlern in der Gemeinde zur Verfügung, um zu klären, in welchem Umfang die Umsetzung der nötigen Schutzmaßnahmen wie das Abstandhalten, das Tragen von Mundschutz und Schutzbrillen sowie die Installation von Trennscheiben machbar sind. Mitunter ist es einfacher, einen Abhol- und Bringservice nach telefonischer Absprache einzurichten, als einen Laden mit wenigen Quadratmetern Fläche komplett zu öffnen“, so Diethelm. Aktuell sei das Ordnungsamt dreimal täglich für mehrere Stunden unterwegs, um die Maßnahmen und ihre Einhaltung zu kontrollieren.

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