Haus Samson ist auf einem guten Weg
Bild: Schäfer

Geburtstagsgeschenk: (v. l.) Karl Haunert fertigte eine Bildcollage, die Gottfried Pavenstädt den Zuhörern, zu denen auch Jürgen Lohmann und Karl-Heinz Grundmann zählte, erläuterte.

Bild: Schäfer

Historische Bausubstanz wurde stellenweise freigelegt und gibt so den Blick frei auf Zeitgeschichte. Das sind nur einige Dinge, die der Förderverein des Hauses Samson im vergangenen Jahrzehnt umgesetzt hat. Wesentliche Voraussetzung war der Kauf des Hauses.

„Am 17. November 2005 haben wir den Kaufvertrag für das Gebäude unterschrieben, das bis dahin von der Familie Bakenfelder-Kuhn gepflegt wurde“, sagte Karl-Heinz Grundmann, Vorsitzender des Fördervereins. Das geschah nur wenige Monate nach Gründung des Vereins, die am 29. Juni 2005 notariell beurkundet wurde. „Wir haben bei Null angefangen und hatten keinen Cent auf dem Konto“, blickte der Vorsitzende aus Anlass des zehnjährigen Bestehens im Rahmen eines Empfangs für Mitglieder und Honoratioren zurück. Grundmanns Dank ging an die Volksbank, die mit ins Boot geholt werden konnte.

Um rund ein Drittel habe der Verein das Kreditvolumen inzwischen mindern können, freute sich Grundmann und hatte dabei sowohl die Mitglieder als auch Einzelspender im Blick. „Sie alle haben die Wichtigkeit des Hauses für unser Dorf insbesondere im Kontext des historischen Ensembles erkannt“, sagte der Vorsitzende. Rund 100 Mitglieder zählt der Förderverein derzeit. „Natürlich wünschen wir uns weitere Unterstützer“, so Grundmann.

Der Vorsitzende blickte in gemütlicher Runde in den Räumen der Kunstgruppe 13 – seit 17 Jahren im Haus Samson beheimatet – zurück. „Für den geistigen Unterbau dieser Unternehmung hat damals Heinrich Schürmann gesorgt“, sagte Karl-Heinz Grundmann. Nicht nur das Wirken des 2008 gestorbenen Heimatpflegers und Autors nahm Grundmann in den Blick. Er gab auch einen kurzen Abriss über die Geschichte des Hauses aus dem Jahr 1808, das 1842 abbrannte und im Anschluss vom Baumeister Konrad Niermann neu errichtet wurde. Gast-, Wirtschafts- und Handelshaus sei es gewesen, bis 1869 eine Schankwirtschaft dort ihre Bleibe dort fand.

„Haus Samson gehört dem Förderverein und damit allen Mitgliedern“, so Karl-Heinz Grundmann. Der Vorsitzende ist überzeugt, damit den richtigen Weg beschritten zu haben. Eine Meinung, die Bürgermeister Jürgen Lohmann ebenso wie Gottfried Pavenstädt als Vorsitzender des Freundeskreises Propstei teilt. Letzterer überreichte eine von Karl Haunert gefertigte Bildcollage, die die letzten zwei Generationen der Familie Samson zeigt.

„Die Gemeinde kann nicht alle Häuser, die schön sind, kaufen“, sagte Lohmann und dankte für den Einsatz des Fördervereins. Und mit der Künstlergruppe 13 und der Steuersozietät Vogel habe der Verein vertrauensvolle und kreative Mieter im Haus, so Grundmann.

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