Heimatverein profitiert vom Zufall
Bild: privat
Vor dem Alterssitz von Caspar Ritter von Zumbusch in Rimsting am Chiemsee: Der Heimatvereinsvorsitzende Hans-Hermann Strickmann nutzte einen Urlaub in der Region für einen Abstecher zu dem Bauernhaus, das dem Nachfahren des Bildhauers gehört.
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Diesem ist das gleichnamige Museum an der Clarholzer Straße 45 gewidmet, das der Heimatverein betreibt.

 Rimsting gehört zu den kleineren Orten am Chiemsee. Dort verbrachte der Bildhauer Caspar von Zumbusch seinen Lebensabend. Nur wenige Kilometer entfernt weilt Hans-Hermann Strickmann im Urlaub. Vor ihm liegt das Rimstinger Gemeindeblatt, in dem sich ein Artikel von Johann Nußbaum findet.

Inhaltlich beschäftigt sich der Text mit Caspar Ritter von Zumbusch. „Ein Bildhauer von Rang und Namen“ titelt Nußbaum, der im Internet auf den Herzebrocker Heimatverein und dessen Einsatz rund um Zumbusch aufmerksam geworden war. Mit dem Autor hat Hans-Hermann Strickmann lange gesprochen. Und dabei festgestellt, dass der Bildhauer nicht zu den berühmten Söhnen Rimstings zählt und sein Werk und sein Wirken in Bayern wenig bekannt sind.

Während einer Führung durch den Ort geht es auch an einem ehemaligen Bauernhaus in Eßbaum im Schafwaschener Winkel, einem Abzweig vom Chiemsee, vorbei. Und eben dort hat Caspar von Zumbusch ab seinem 80. Lebensjahr gewohnt. Mit Freuden registriert Hans-Hermann Strickmann, dass sich das Haus im Besitz von Ludwig von Zumbusch, Münchener Rechtsanwalt und Urenkel des 1915 verstorbenen Bildhauers, befindet.

Treffen mit Zumbuschs Urenkel

Schade war nur, dass dieser nicht vor Ort gewesen sei, so Strickmann. Um noch einmal Fotos von dem Haus zu machen, schwingt sich der Heimatvereinsvorsitzende einen Tag später auf’s Rad und steuert den Alterssitz von Caspar Ritter von Zumbusch erneut an. Und siehe da: Er trifft dort auf dessen Urenkel, Ludwig von Zumbusch, der wiederum nur aufgrund eines glücklichen Zufalls vor Ort ist. Und mit ihm gemeinsam geht es durchs Haus und über das Anwesen.

Zu dem zählt auch ein Bootshaus. Das diente dem Bildhauer als Atelier und wurde erhalten. „Und die Begegnung mit Ludwig von Zumbusch war klasse“, erzählt Strickmann. Er habe eine Menge zur Familie erfahren und gesehen. Bilder, Zeichnungen, Kautschukformen, Medaillons, Wappen und mehr. Als Kenner Zumbuschs konnte auch er dem Urenkel Ludwig viel erzählen. „Dieser wusste beispielsweise nicht, dass die Familie einen gigantischen Stammbaum hat.“ Und absolut bemerkenswert sei ein Fund gewesen, den Ludwig von Zumbusch bei Umbauarbeiten auf dem Dachboden des Hauses gemacht habe. „Eben die sechs Skizzenbücher seines Urgroßvaters“, so Hans-Hermann Strickmann.

Mehr lese Sie in der Ausgabe der Gütersloher „Glocke“ am 3. Oktober.

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