Herzebrock-Clarholzer Brücken marode
Bild: Schäfer
Zu den sanierungsbedürftigen Bauwerken zählt auch die Brücke an der Holzhofstraße, die unter anderem einen Längsriss in der Mauer aufweist.
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Bei der relativ kleinen Brücke an der Holzhofstraße wären Abriss und Neubau für 80 000 Euro zu haben. Erste Kostenschätzungen stellte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Diplom-Ingenieur Dirk Schneider vor. Eine in vorhergehender Sitzung durch das Gremium geforderte Prioritätenliste gab es aber nicht. „Bei all diesen Bauwerken besteht prinzipiell Handlungsbedarf“, stellte Schneider noch einmal fest und bezog sich auf die Vorstellung der Brückenbücher im Januar.

54 Brücken sind im Kataster der Gemeinde erfasst, gesetzlich vorgeschrieben ist die Erstellung einer solchen Zustandsbeschreibung für 24 in Herzebrock-Clarholz. Wobei nicht alle den schlechten Zustand von Note 4 vorzuweisen haben.

Kosten konnte Schneider zum Zeitpunkt der Ergebnisvorstellung nicht beziffern, das tat er in jüngster Sitzung. „Es geht darum, das Sie ein Gefühl dafür bekommen, was kann man machen“, so der Ingenieur. Mit Blick auf den Haushalt und das Produkt öffentlicher Straßen, dem solche Kosten zugeordnet würden, nicht allzu viel, darin waren sich die Kommunalpolitiker einig.

„Aber was muss denn jetzt unbedingt gemacht werden?“, fragte FDP-Ratsherr Martin Tiggemann in die Runde. Da gab es keine klare Antwort. Für den Ausschuss war es unter anderem wichtig, zwei nebeneinanderliegende Emsbrücken – über eine führt der Prälatenweg – anzupacken. Da diese nur wenige hundert Meter auseinanderliegen und überwiegend von landwirtschaftlichem Verkehr genutzt werden, sei zu überlegen, eine zu schließen. Dazu sollen Gespräche mit den Nutzern und Anliegern geführt werden. CDU-Ratsherr Hans-Josef Bröker wunderte sich, dass in punkto Brücken über viele Jahre nichts gemacht worden sei. „Sofort Nägel mit Köpfen machen“, forderte er ein. Das Thema wird in einer nächsten Sitzung noch einmal diskutiert.

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