Herzebrocker Begräbniswald eröffnet
Bild: Reinhardt
Auf dem Andachtsplatz wurde der Herzebrocker begräbniswald am Freitag offiziell eröffnet.
Bild: Reinhardt

Erbprinz Maximilian und Erbprinzessin Marissa zu Bentheim-Tecklenburg durchschnitten am neu geschaffenen Andachtsplatz ein symbolischen Band. „Wir freuen uns über die große Resonanz“, sagte der Erbprinz mit Blick auf die zahlreichen Gäste aus Politik, Kirche und Verwaltung sowie die Bürger, die zur Eröffnung gekommen waren. Er bedankte sich bei Bürgermeister Jürgen Lohmann, stellvertretend für den Gemeinderat und die -verwaltung, die das Thema gut unterstützt und öffentlich gemacht hätten. Die Zusammenarbeit habe gut funktioniert. Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg hob die Nähe zum neuen Friedhof hervor, dessen Infrastruktur für den Begräbniswald mitgenutzt werden könne. „Wir machen hier einen innovativen Schritt in der Beerdigungskultur“, so der Erbprinz.

„Memento mori – bedenke, dass Du sterben musst.“ Mit diesen Worten aus dem mittelalterlichen Mönchslatein wandte sich Artur Töws, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, an die Gäste. Der Tod sei zwar in der Gesellschaft ein unbeliebtes Thema geworden, er sei aber natürlich und bedeute für die Christen nicht das Ende. Der Begräbniswald mache das mit seiner Natur sehr deutlich.

Ein Zeugnis des christlichen Glaubens vermittelten das Kreuz und der Altarstein am Andachtsplatz, hob der katholische Pfarrer Josef Kemper hervor. Der Altarstein erinnere an den Stein aus dem Osterevangelium, der vom Grab weggewälzt wurde, so Pfarrer Kemper.

Bürgermeister Jürgen Lohmann betonte, dass der Begräbniswald nicht als Konkurrenz zum kommunalen Friedhof zu sehen sei. „Wenn so ein Wald entsteht, dann doch am besten bei uns und dort, wo er gut angenommen wird“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Im Gemeinderat sei einstimmig entschieden worden, nachdem man zunächst kontrovers diskutiert habe. „Eine schönere Einweihung als heute in diesem von der Sonne durchfluteten Wald kann man sich nicht vorstellen“, so Jürgen Lohmann.

Der fürstliche Förster Klaus Buhl lud im Anschluss an die Feierstunde zu einem Rundgang ein. Dabei stellte er die verschiedenen Areale, Bäume und Bestattungsmöglichkeiten vor.

SOCIAL BOOKMARKS