Herzebrocker bauen Ferienhaus barrierefrei um
Bild: Peter Dahm
Gutshaus Wilhelmsruh - seit zwei Jahren "die einzige Möglichkeit für Behindert, am Möhnesee Urlaub zu machen" Altenheim-Gruppe mit 20 Personen zu Gast
Bild: Peter Dahm

Das Paar hat das Haus Wilhelmsruh bei Neuhaus am Möhnesee behindertengerecht umgebaut. Idyllisch liegt das Anwesen „Gutshaus Wilhelmsruh“ im Hevetal bei Neuhaus. Drinnen finden sich die ersten Gäste ein. Erstmals haben sie die Möglichkeit, am Möhnesee behindertengerecht Urlaub zu machen.

Ambiente erinnert an gehobenes Landhaus

Das „Jagdschlösschen“ liegt am Waldrand inmitten einer gepflegten Gartenanlage. Das Interieur bietet Komfort und das Ambiente eines gehobenen Landhauses. Es ist geeignet für Familienfeste, Tagungen und Ähnliches, kann auch von Familien oder Gruppen angemietet werden. Parkmöglichkeiten sind vorhanden, Grill und Feuerstelle können genutzt werden.

 Der nahe Möhnesee mit dem Zentralort Körbecke, mit Freizeit-, Bootsfahrt- und Segelmöglichkeiten sowie Ausflugsschiff ist etwa fünf Kilometer entfernt. Im Juni 2017 kaufte das Landwirte-Ehepaar Anna (79) und Paul (85) Cilker das Gutshaus Wilhelmsruh. Herzenswunsch der beiden war es, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Möglichkeit haben, mit ihrer Familie oder Betreuern Urlaub machen zu können. „Ein Wunsch, den wir uns noch erfüllt haben“, sagt Anna Cilker. Aus eigener Erfahrung wussten die beiden, was es heißt mit einem schwerstbehinderten Familienangehörigen eine passende Unterkunft zu finden.

Platz für Familien und Gruppe bis 20 Personen

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten konnten inzwischen die ersten Gäste begrüßt werden. Auch für Gruppen und Familien bis 20 Personen bietet das Gebäude ausreichend Platz. Das Gutshaus Wilhelmsruh gilt als eine Perle im Arnsberger Wald. Das einst im Jahr 1914, also vor 105 Jahren, erbaute Anwesen von Baron von Donner hat einiges erlebt.

Unter anderem diente es der Familie von Opel als Forstverwaltung, die aber Ende der 1970er-Jahre aufgelöst wurde, was dann zum Leerstand des Hauses führte. Anfang der 80er-Jahre erwarb der Steinbruchbesitzer und Fuhrunternehmer Heinrich Brühne das Gutshaus Wilhelmsruh von der Familie von Opel. Schon Jahre zuvor hatte Heinrich Brühne mit seinem Vater die Jagd im Arnsberger Wald ausgeübt und sich in das Haus verliebt.

In den darauffolgenden Jahren wurde das Gutshaus mit aufwendiger Gartengestaltung, einfallsreichen Umbauten und Jagdmotiven zu dem Erscheinungsbild gestaltet, was heute noch zu bewundern ist. Nach dem Tod von Heinrich Brühne verkaufte seine Ehefrau Susanne Brühne den Familienbesitz an das Ehepaar Cilker aus Herzebrock-Clarholz.

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