Hundebesitzerin stellt weitere Anzeige
Die erschossene Dalmatiner-Mischlingshündin "Joy".

Vor kurzem erweiterte der Jurist die Anzeige wegen Beleidigung und Bedrohung. „Auch Sie müssen beseitigt werden“, zitiert Rother Worte, die seine Mandantin von ihrem Nachbarn vernommen haben will, als dieser erklärte, warum er die Dalmatiner-Mischlingshündin „Joy“ erschossen habe. „Ich hoffe, dass bis zum Sommer Anklage erhoben wird“, sagte der Rechtsanwalt auf Nachfrage der „Glocke“. Seiner Meinung nach habe der Mann aus „purer Schießwut“ gehandelt und „grundlos ein Wirbeltier getötet“. Außerdem sei es nicht statthaft, mit Schrot auf größere Tiere zu schießen, damit ihnen unnötiges Leiden erspart bliebe.

„Böse Entgleisung“

Dass die Hunde-Halterin jetzt eine vermeintliche Drohung auf den Tisch bringt, nennt Friedrich-Wilhelm Hüppe, der Rheda-Wiedenbrücker Rechtsanwalt des Clarholzer Jägers, eine „böse Entgleisung.“ Hüppe reagierte prompt mit einer Anzeige wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung. Allerdings habe ihm die Bielefelder Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass an einer strafrechtlichen Verfolgung kein öffentliches Interesse bestehe und habe auf die Möglichkeit einer Privatklage hingewiesen.

Friedrich-Wilhelm Hüppe geht davon aus, dass das gesamte Ermittlungsverfahren eingestellt wird. „Ich mahne zur Besonnenheit“, sagte der Rechtsanwalt gestern der „Glocke“. Er warne davor, dass sich die Dinge weiter hochschaukelten. Die Sache sei unter Umständen besser bei einem Schiedsmann aufgehoben. Im Übrigen habe er noch nichts Schriftliches von der Staatsanwaltschaft erhalten. Weder er noch sein Mandant hätten deshalb Gelegenheit gehabt, Stellung zu nehmen.

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