Hunderte Schüler bei Waldjugendspielen
Bild: Reinhardt
Täuschend echt: Das Eichhörnchen im Baum an Station zwei haben die Bolandschüler schon von weitem entdeckt.
Bild: Reinhardt

Dieter Wortmeier ist Revierleiter im Forstbetriebsbezirk Gütersloh und hat gemeinsam mit seiner Praktikantin Anne Wortmeier, einer Forststudentin aus Göttingen, einen acht Stationen umfassenden Parcours aufgebaut. Unterstützt wird er dabei von der Kreisjägerschaft.

Anderthalb Stunden brauchen die Mädchen und Jungen, um den Rundkurs zu absolvieren und dabei einen Fragebogen auszufüllen. Zum Abschluss gibt es für alle eine Urkunde.

Insgesamt 18 Klassen aus neun Schulen nehmen an den Waldjugendspielen in der Putz teil. Auch Bildungseinrichtungn aus der Region sind dabei. „Überwiegend machen Viertklässler mit. Es sind aber auch dritte Klassen dabei“, erläutert Wortmeier.

Der Revierleiter empfängt die Mädchen und Jungen an der ersten Station. In drei Tastboxen gilt es, den Inhalt nur mit den Händen zu erfühlen. „Ist da auch nichts Ekeliges drin?“, will Enes von Dieter Wortmeier wissen, bevor er den Griff in die Kiste mit Tannezapfen wagt. Dann geht ein Lächeln über das Gesicht des Bolandschülers: „Ich weiß, was das ist, aber mir fällt nicht ein, wie es heißt“, sagt er an seinen Klassenkameraden Veit gewandt. „Ihr könnt euch beraten“, empfiehlt der Fachmann, denn alle Schüler sind in Zweierteams unterwegs.

Weiter geht es im Wald. Dort empfängt Claudia Hanhart von der Kreisjägerschaft die Gruppen. „Ich mache das bereits im sechsten Jahr“, erzählt sie. Ausgestopfte Tiere hat sie im Unterholz versteckt. Eichhörnchen, Rehkitz und Eichelhäher warten auf die Kinder. Im Fragebogen sollen sie ankreuzen, welche sie im Wald bereits lebend gesehen haben und die Tiere benennen. „Ich habe ,Vogel‘ aufgeschrieben“, sagt Marlon in Bezug auf den Eichelhäher.

An den weiteren Stationen gilt es unter anderem, Baumarten, Sträucher und Kräuter zuzuordnen oder anzugeben, welche Tiere in Nistkästen Unterschlupf finden. Auch an der Dicken Berta machen die Schüler Halt. Bei der mächtigen Eiche sollen Höhe, Durchmesser und Alter geschätzt werden. 315 Jahre hat die Dicke Berta bereits auf dem Buckel.

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