Im Kabelwerk die schönste Honda gekürt

Das Ziel der Veranstaltung: die gelungenste Verwandlung vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan zu küren. Eigentlich hatten sich 45 Umbau-Spezialisten zu dem Wettbewerb angemeldet. Aufgrund des schlechten Wetters waren 22 Teilnehmer angereist. Rund 300 Besucher kamen ins Kabelwerk. „Angesichts der Umstände sind wir zufrieden. Die Leute hatten alle Spaß“, erklärte Andreas Kämpf vom Jung-Pumpen-Marketing.

Der VW-Käfer unter den Motorrädern

Die weiteste Anreise hatte Kristijan Vrtaric. Aus Rosenheim hatte er seine Honda auf dem Anhänger transportiert. „Viele schöne Maschinen hier“, sagte Vrtaric anerkennend. Mit so starker Konkurrenz hatte er nicht gerechnet. Auf den eigenen zwei Rädern war dagegen Jörg Wernsmann aus Hörstel angereist. Und das gleich mit einem ganz besonderen Bike. Seine CX 500 C war er am Sonntag der einzige Chopper.

Als Mann aus der Landwirtschaft war Schwarz als Farbe keine Option: Das alte Claas-Grün musste es sein, kombiniert mit dem ebenfalls Ende der 1960er ausgelaufenen Logo des Landmaschinenherstellers. „Für mich ist die Honda der VW Käfer unter den Motorrädern“, sagte Wernsmann.

Technische Perfektion und mutige Statements

Von vier Juroren, darunter Marvin Diehl und Dieter Reinard, wurden die Fahrzeuge beurteilt. Bewertet wurden unter anderem Stil und Linienführung, Kreativität und Coolness, Fahrwerk, Bremsen oder die Lackierung. Auch auf einen satten Auspuffsound wurde geachtet.

Und natürlich auf die vielen kleinen Details, die den Umbau zu einem optischen Hochgenuss machen. Aber Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. „Den eigenen Geschmack muss man hinten anstellen“, so Diehl. 200 Punkte konnten insgesamt erreicht werden. Während der eine Prüfer es technisch perfekt mag, liebt der andere „mutige Statements mit Patina“.

Vater-und-Sohn-Projekt gewinnt

Sachlich und technisch anspruchsvoll hatten Karsten und Viktor Bothe aus Ulm ihr Vater-und-Sohn-Projekt umgesetzt. Dafür wurden der Maschinenbau-Ingenieur und der Student mit dem Sieg belohnt. Platz zwei sicherte sich Robin Streicher mit seiner markanten Interpretation. Dritter wurde Marek Voitun.

SOCIAL BOOKMARKS