Ja-Wort im Freien soll teurer werden
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Heiraten kostet einiges – und könnte in Herzebrock-Clarholz demnächst teurer werden. Zumindest für Paare, die sich im Freien oder in privaten Räumen das standesamtliche Ja-Wort geben wollen.
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Das sieht zumindest ein Vorschlag der Verwaltung vor. Entscheiden soll darüber der Ausschuss für Verkehr, Sicherheit und Ordnung, der am Mittwoch, 18. September, tagt (18 Uhr im Rathaus).

Kapitelsaal weiterhin stark nachgefragt

Erst vor gut zweieinhalb Jahren hatte die Kommunalpolitik beschlossen, die räumlichen Möglichkeiten für standesamtliche Trauungen in Herzebrock-Clarholz zu erweitern. Außer im nach wie vor stark nachgefragten Kapitelsaal, im Zumbusch-Haus sowie im Gewölbekeller im Schloß Möhler können sich Paare seit dem Frühjahr 2017 im Freien oder auch in privaten Räumen trauen lassen.

Letzteres hat die Verwaltung an gewisse Kriterien wie Sauberkeit oder angemessene Größe geknüpft. Ausgeschlossen sind Säle, in denen die Hochzeit gefeiert wird, sowie Gebetshäuser und Kirchen.

Aufwand für die Gemeinde ist höher

Für die Gemeinde geht mit einer Trauung an besonderen Orten mehr Aufwand einher. Sei es für die Besichtigung, für Vorgespräche oder auch die Anfahrt. Daher einigte sich die Politik im Januar 2017 auf fällige Zusatzkosten in Höhe von 350 Euro.

Gründe für eine Erhöhung sieht Wilhelm Towara, Fachbereichsleiter aus dem Rathaus, mehrere. Zum einen seien die Kosten für die Nutzung der anderen Möglichkeiten wie Kapitelsaal – die Betreuung erfolgt durch das Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg – oder den Gewölbekeller (Savci Events) gestiegen. Wer im Kloster Clarholz heiraten will, zahlt inzwischen 178,50 Euro (vormals 80 Euro). In Möhler werden 290 Euro fällig (120 Euro). Da sei die Differenz zu 350 Euro nicht mehr so groß wie ursprünglich gewünscht, so Towara.

Zahl der Trauungen steigt an

Und der preisliche Unterschied zwischen den Angeboten könne ruhig großzügig bemessen sein. Denn: Die Trauungen im Freien und in privaten Räumen sollen eine Besonderheit und eine Ausnahme darstellen und nicht zur Regel werden. Auch andere Kommunen würden Beträge in ähnlicher Höhe verlangen, so Towara.

Aktuell lagen ihm konkrete Zahlen zu Trauungen im privaten Raum oder im Freien nicht vor. „Insgesamt ist die Zahl aber deutlich gestiegen“, so der Verwaltungsmitarbeiter. Von 78 im Jahr 2009 auf 130 im vergangenen Jahr. Ein Anreiz – auch für viele Auswärtige – sei dabei sicher, dass Herzebrock-Clarholz auch Trauungen außerhalb der Dienstzeiten anbiete: freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr.

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