Jahresabschluss der Gemeindewerke
Bild: Reinhardt
Die Bauarbeiten im Hallenbad Clarholz 2010 machen sich im Jahresabschluss der Gemeindewerke bemerkbar.
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Das Vermögen, das im vorausgegangenen Jahr in diesem Bereich noch 9,5 Millionen Euro betrug, stieg zum Stichtag auf 12,3 Millionen Euro und liegt damit erstmals im achtstelligen Bereich. „Das Bad in Clarholz ist der Hintergrund für dieses Entwicklung“, erläuterte Manfred Hengelbrock von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Intecon. Er hatte den Abschluss für die Gemeindewerke wie in den Vorjahren in einer Betriebsausschusssitzung vorgestellt. Durch die Bauarbeiten in Clarholz stiegen vor allem die Verbindlichkeiten – sowohl die langfristigen auf 1,1 Millionen Euro als auch die kurzfristigen auf 2,9 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist dagegen im Vergleich zum Vorjahr mit 7,3 Milllionen Euro fast gleich geblieben, so dass die Eigenkapitalquote von von knapp 76 Prozent auf 59 Prozent sank. „Sie beträgt aber immer noch mehr als die Hälfte, und das ist erfreulich“, betonte Manfred Hengelbrock. Zum Stichtag am 31. Dezember hätten schließlich noch alle Verbindlichkeiten bestanden.

Im Vergleich zu anderen Werken rückte das Herzebrock-Clarholzer deshalb von seiner guten Vorjahresplatzierung ins Mittelfeld. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung gab es im Vergleich zu 2009 keine Ausreißer.

Positiv hob Manfred Hengelbrock für das Wasserwerk die geringen Wasserverluste hervor. Im gesamten Rohrnetz habe es nur ein Loch gegeben. Das Wasserwerk schloss mit 95 000 Euro Gewinn ab.

Das Herzebrocker Hallenbad machte 2010 einen Verlust von 456 000 Euro – im Vergleich zu 431 000 Euro Minus im Jahr 2009, als das Bad lange Zeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen war – und das, obwohl 15 000 Gäste mehr das Bad besuchten als 2009 und die Eintrittspreise angehoben wurden. Das Clarholzer Hallenbad machte insgesamt ein Minus von 98 000 Euro.

Von einer „gesunden Struktur“ sprach Manfred Hengelbrock, was die nicht steuerpflichtigen Betriebszweige Abwasserbeseitigung, Abfallbeseitigung und Straßenreinigung angeht. Dort betrug die Bilanzsumme 26 Millionen Euro.

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